
Senioren: Torfestival gegen den Cup-Finalisten
Nach neun Punkten in den ersten drei Spielen stehen die Mümliswiler Senioren mit einer weißen Weste da. Mit dem FC Härkingen kam jedoch jenes Team auf das heimische Brühl, das in den letzten Jahren immer wieder zu den besten Mannschaften im Kanton gehörte und sich dieses Jahr für den Cupfinal qualifizieren konnte. Abgesehen von den Langzeitverletzten stand dem FC Mümliswil mehr oder weniger der grobe Kern zur Verfügung und man wollte den Siegeszug in der Meistergruppe fortsetzen.
Das Spiel begann ausgeglichen, beide Teams setzten immer wieder Nadelstiche, vor allem über ihre gefährlichen Außenspieler. Es waren dann die Männer aus Härkingen, die in der 13. Minute den Torreigen eröffneten. Der Härkinger Flügelspieler krönte sein schönes Solo mit einem abgefälschten Schuss im Strafraum. Das 0:1 bedeutete zugleich den ersten Rückstand für das Heimteam in der diesjährigen Meistergruppe. Zwar verunsicherte dieser Treffer die Mümliswiler nicht gravierend, doch ein echter Ruck ging auch nicht durchs Team. In der 32. Minute setzte sich dann A. Ackermann entschlossen im Strafraum durch und konnte nur noch per Foul gestoppt werden. Der Elfmeter war in dieser Saison bisher nicht gerade der beste Freund der Mümliswiler, doch Robin Disler liess sich davon nicht beeindrucken und verwandelte souverän zum Ausgleich. Nur zwei Minuten später folgte das Highlight des Spiels: Ein präziser Pass aus der Verteidigung in die Spitze, ein überlegter Rückpass ins Mittelfeld, dann quergelegt und schließlich ein wunderschöner Steckpass von R. Wehrli auf Robin Disler. Dieser nutzte seine Schnelligkeit, zog davon und legte den Ball mustergültig auf Ryan Disler in die Mitte. Durch die Tiki-Taka-Erfahrung aus den besten Barca Zeiten liess sich Ryan Disler nicht beirren und vollendete die Traumkombination zum 2:1. Ein Treffer, der das Eintrittsgeld wert gewesen wäre, wenn es denn eines gegeben hätte.
Zur zweiten Halbzeit kam B. Krizanovic ins Spiel und wer die bisherigen Partien verfolgt hat, weiss: Das ist meist kein gutes Zeichen für die gegnerische Mannschaft. Auch diesmal sollte es sich bewahrheiten. In der 47. Minute bekam Krizanovic den Ball auf Strafraumhöhe, zog ab und zirkelte ihn wunderschön zum 3:1 ins Netz des FC Härkingen. Die Gäste ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Ein schnell ausgeführter Freistoß wurde clever genutzt und zum Anschlusstreffer verwandelt, nur noch 3:2 nach 51 Minuten. In der 60. Minute war es dann Gradwohl, der offenbar zunehmend Gefallen am Toreschießen findet. Einen Angriff über die rechte Seite verwandelte er souverän zum 4:2. Doch eine Vorentscheidung war das noch nicht. Die Mümliswiler verstanden es heute nicht, eine Führung ruhig nach Hause zu bringen. Die Gäste erspielten sich noch ein bis zwei hochkarätige Chancen und erzielten in der 77. Minute den erneuten Anschlusstreffer zum 4:3. Da danach jedoch nicht mehr viel passierte, brachte das Heimteam den knappen Vorsprung mit einer eher mässigen Leistung über die Zeit.
Mit vier Siegen aus vier Spielen stehen die Mümliswiler weiterhin mit weißer Weste da und dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, am Saisonende ganz oben mitzuspielen. Bereits am kommenden Montag steht jedoch ein schwieriges Auswärtsspiel in Biberist an. Wir hoffen, dass die vielen angeschlagenen Mümliswiler trotz ihres „Senioren-Alters“ genug Zeit zur Regeneration finden. Vielen Dank an die zahlreichen Zuschauer – wir würden uns freuen, auch ein paar Guldentaler Gesichter im Wasseramt begrüßen zu dürfen!
Man of the Match
Robin Disler hat den Elfmeterfluch beendet und und den Assist bei diesem wunderschönen Tor zum 2:1 gegeben. Die Auszeichnung hat er sich mehr als verdient.
Das gab zu reden
Gradwohl war nicht nur in der 2. Halbzeit treffsicher. in Halbzeit 1 wollte er eine Flanke mit dem Fuss abnehmen. Leider hatte aber Ryan Disler eine andere Idee und setzte zum Kopfball an. Nach dieser Aktion glich Ryan Disler eher einem Boxer als einem Fussballer. Ob der Brummschädel am nächsten Tag auf diese Aktion oder die bekannten "Biirenbäumli" zurückzuführen war, werden wir wohl nie vollends klären können.
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