1. Mannschaft: Trainingslager in Side - Teil VI
Tag 6: Freitag, 13.3.2015 - Gokart-Künstler und türkisches Nachtleben
Heute Morgen stand die letzte Trainingseinheit unseres Trainingslagers auf dem Programm und alle erschienen pünktlich zum Frühstück und auch zur Besammlung fürs Training, ausser Reto Schärmeli, der Kopfschmerzen zu beklagen hatte. Ob hier vielleicht auch ein bisschen das Bier vom Vorabend einen Einfluss hatte? Nun wir können es nicht mit bestimmter Gewissheit sagen, da sich Reto den ganzen Vormittag im Zimmer verschanzte und sich ausruhte.
Vor dem Training warteten alle vergebens auf die gewaschenen Trainingskleider. Die Wäsche wurde erneut nicht rechtzeitig bereitgestellt. Wie gerne hätte man von unserem Wäscheverantwortlichen, er will nicht mehr erwähnt werden, den Spruch: „D’Wösch isch dooooo!“, gehört. Doch niemand kam ins Rudern und auch Captain Dominik „Dodo“ Ackermann versicherte, dass man in solchen Situationen „immer schön sett cooool blibe“. Nun die Wäsche kam dann doch noch, auch wenn fast eine ganze Stunde zu spät.
Das Training begann mit einem lockeren Aufwärmen. Man merkte, dass alle sowohl physisch als auch psychisch nicht mehr ganz auf der Höhe waren. Es gab einige Fehlpässe im Aufwärmspiel und dann auch Unkonzentriertheiten bei den Torschussübungen. Man kann das aber den Spielern nicht übel nehmen, denn man ist sich diese Belastung nicht gewohnt. Zum Abschluss wurde dann noch ein Spiel ausgetragen.
Zurück im Hotel nahm dann jeder eine erfrischende Dusche, bevor man sich auf das Buffet stürzte. Jörg „Snepparl“ Müller ass inzwischen nur noch Salat, da ihm das Essen in der Türkei nicht besonders passt. Hier ist allerdings anzufügen, dass die Küche unseres Hotels keinesfalls schlecht ist. Es war immer eine grosse Auswahl vorhanden und man konnte sich nicht wie letztes Jahr beklagen, als es am Tag ca. 6 verschiedene Teigwarengerichte gab und ansonsten nicht viel anderes. Auch am Mittagstisch war keine Spur von Reto. Gibt es überhaupt noch ein Lebenszeichen von ihm?
Nach dem Mittagessen stand den Spielern etwas Freizeit zur Verfügung. Man vergnügte sich beim Ping Pong oder am „Töggelichaschte“. Andere genossen noch einmal die warme Frühlingssonne am Pool. Einige kühlten sich sogar im Pool ab, wobei das Wasser noch ziemlich kalt ist. Auch Trainer Bruno Kaufmann, unser Mann mit Schnauz, kam in den Genuss des kühlen Nass, wenn auch weniger freiwillig. Goali Fabio Gradwohl und Dauerverletzter Ivo Reichlin hatten einen Plan ausgeheckt, um den Trainer ins Wasser zu bringen. Sie packten Bruni mit samt Liegestuhl und wollten ihn so ins Wasser zu schmeissen. Dieser konnte sich vorerst retten, doch im zweiten Anlauf brachte es Fabio fertig, dass Bruno doch noch im Wasser landete. Ganz zum Vergnügen der anderen Spieler, die dem Geschehen gespannt zusahen und sich den Bauch voll lachten. Nun wackelt wohl der sicher geglaubte Stammplatz von Gradwohl im Mümliswiler Tor.
Um halb vier Uhr versammelten sich dann alle, bis auf Reto, in der Lobby. Kartfahren war angesagt. Rolli hatte auf Wunsch der Spieler eine Kartbahn in der Nähe gefunden. Eine zwanzigminütige Fahrt brachte uns zur Outdoor Formel 1 Strecke von Side. Es standen uns 5 Karts zur Verfügung. Die ersten fünf Waghalsigen stellten sich nicht sofort freiwillig hin, da sich sowohl die Strecke als auch das Fahrgerät nicht in allerbester Verfassung zeigten. Nichts desto trotz schnappten sich fünf eine Haube für die Haare und einen Helm. Einige Helme waren so gross, dass es wahrscheinlich sicherer gewesen wäre, keinen anzuziehen. So machte es dann auch Trainer Kaufmann. Er entschied sich, nur die Haube anzuziehen, ganz zur Freude der zuschauenden Spieler, denn es sah unheimlich lustig aus, wie sich Bruno präsentierte. An diesem Nachmittag wurde allgemein viel gelacht, denn es gab einige Pannen und lustige Szenen, die unsere Fotografen aufmerksam festhalten konnten. So wollte der Motor eines Fahrzeugs im ersten Moment nicht starten. Wer weiss wie lange diese schon nicht mehr benutzt wurden. Es hat dann doch noch geklappt und als sich alle nach der Aufwärmrunde auf einer Linie aufstellen sollten, ging das Gelächter auf den Zuschauerrängen wieder los. Zwei rollten einfach über die Startlinie heraus, da die Bremsen zur Reparatur fällig gewesen wären. Nun das Rennen konnte dann doch noch gestartet werden und man merkte schnell, dass nicht alle Fahrzeuge gleich schnell waren und dass auch der Untergrund sehr holprig war, was das fahren sichtlich erschwerte. So konnte man nur erahnen, was dann auch eintraf. Bruni Kaufmann rasselte mit seinem Schlitten in die Bande und riss eine Reifen mit sich. Die Ereignisse überschlugen sich, als im zweiten Durchgang nach der Rennhälfte der Reifen von Kevin Widmer platzen und dieser bei einem Boxenstopp ersetzt werden musste. In der Folge hatte Bruno sein Gefährt mehrmals nicht unter Kontrolle und verursachte mehrere Unfälle. Glücklicherweise kam dabei niemand zu Schaden und auch das Huhn, das zwischenzeitlich auf der Fahrbahn Gesellschaft leistete, kam nicht zu Schaden. So überstand man diesen sehr amüsanten Ausflug und reiste dann zurück ins Hotel, wo man sich frisch machte fürs Abendessen in der Stadt Side.
Man hatte einen Tisch im schönen Restaurant Karma reserviert. Auch die Damen des GCZ waren da. Mit dabei war auch Alain Sutter, der mit unserer Mannschaft ein Foto machte und sich sehr geduldig zeigte, als jeder noch ein einzelnes Foto mit ihm machen wollte. Ein sehr sympathischer Typ, den man sonst nur aus dem Fernseher kennt. Es wurde uns sehr kulinarische Sachen aufgetischt. Nach der Vorspeise mit Salat und diversen Saucen mit sehr viel Brot kam man dann in den Genuss von Meeresfrüchten. Nicht allen schmeckte der Calamares gleich gut. Als dann das Fleisch endlich auf den Tisch kam, strahlten die Augen der meisten Spieler. Doch einige erwischten eine „Schuhsohle“ und bissen darauf herum, als wäre es ein „Chewing Gum“ wie es Janik Disler so schön sagt. Kevin Widmer hatte wohl etwas zu viel gegessen, denn nach dem Dessert brach sein Stuhl aus dem Nichts auseinander und er hatte Glück, dass er nicht auf den Boden klatschte, denn es wäre wohl recht peinlich gewesen, vor 20 Fussballerinnen den Boden zu küssen.Danach suchten wir den Edelschuppen Hamlet auf, in dem sich die Spieler zum Abschluss noch austoben konnten. Im Club wurde dann getrunken, Nüssli „gegessen“ und Fotos geschossen, jedoch hatte Jörg nicht besonders Freude an den Schnappschüssen, denn er hätte seine Teamkameraden lieber trinken als posen gesehen.
Tag 7: Samstag, 14.3.2015 - Stürmisches Wette und Heimreise
Nach dieser Nacht war es nicht verwunderlich, dass der Frühstückstisch ziemlich leer war. Einzig Bruno Kaufmann, Fabio Gradwohl und Adi Kamber fanden den Weg in den ans Buffet. Alle anderen genossen es, dass das Frühstück heute freiwillig war. Draussen regnete und gewitterte es heftig. Wir wurden zum Glück verschont vom schlechten Wetter. Gerne hätte man noch einige Momente am Pool verbracht, das war allerdings nicht möglich. Zwischenzeitlich fiel sogar der Strom aus. Als dann auch die Langschläfer zum Mittagessen erschienen, sah man genau, wer wohl zu viel getrunken hatte am Vorabend. Nicht alle waren auf der Höhe. Dafür war Reto wieder anwesend. Allerdings muss man hier noch erwähnen, dass seine Migräne zum Glück gestern vor dem Abendessen schwächer wurde und er den Abend mit der Mannschaft geniessen konnte.
Es wird gemunkelt, dass ein Spieler die Nacht auf der Toilette verbracht hat. Wahrscheinlich war etwas mit dem Calamares nicht in Ordnung. Mehr oder weniger pünktlich reisten wir dann mit dem Car an den Flughafen nach Antalya. Eine kurze Schrecksekunde hatte Jeremy Heutschi, als er nicht auf der Flugliste war. Wahrscheinlich ist etwas beim Buchen schief gegangen. Nun Bruni konnte das Problem mit seinen Englischkünsten dann doch noch beheben und es musste niemand in der Türkei zurückbleiben. Im Flugzeug wurde dann fleissig weitergemutzt.
Am Flughafen in Zürich wurden wir dann von Jonas „Kolli 2“ Kohler abgeholt. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön auch an ihn für seine Bemühungen. Im Bus wurden dann noch einmal die Fotos auf der Kamera betrachtet und so konnte man das Lager noch einmal Revue passieren lassen.
Das Trainingslager war ein voller Erfolg. Die Mannschaft hat spielerisch, taktisch und sicherlich auch menschlich Fortschritte gemacht. Man hat in den eineinhalb Testspielen gesehen, was die Mannschaft drauf hat und dass auch der Teamgeist gewachsen ist. Natürlich kann nicht alles immer perfekt sein und so sind auch einige wenige Trainingsübungen nicht wunschgemäss ausgführt worden, jedoch im gross und ganzen wurde gut und effizient und sicherlich auch erfolgreich gearbeitet. Die Disziplin war stets vorhanden, was für Trainer Kaufmann das A und O ist. Wir hoffen, dass wir den Schwung in die letzten beiden Vorbereitungsspiele mitnehmen können, um dann optimal in die Rückrunde starten zu können. An dieser Stelle möchte sich die 1. Mannschaft bei allen Sponsoren, Organisatoren, dem Verein und bei allen anderen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen dieses Lagers beigetragen haben, bedanken. Euer Mitwirken hat sehr zum Erfolg dieses Lagers beigetragen!
Wir freuen uns jetzt schon auf zahlreiche Unterstützung in der Rückrunde. Die Mannschaft ist bereit und brennt auf den Start des Spielbetriebs und sie wird alles geben, um die laufende Saison auf einem guten Platz abschliessen zu können!












