1. Mannschaft: Fulenbach im Stile eines Spitzenteams
Wie beim Duell zwischen Fulenbach und Mümliswil nicht anders zu erwarten, lieferten sich die beiden Mannschaften ein hart umkämpftes Duell. Grätschen, Kopfballduelle und allgemein engagiertes Einsteigen prägten die Szenerie. Trotz zahlreichen Torchancen blieben Treffer lange Mangelware.
Unter besonderer Beobachtung standen die Gebrüder Gradwohl. Auf der einen Seite Fabio, Torwart beim FC Mümliswil, der seit seinem Wechsel ins Guldental zum ersten Mal auf den Sportplatz Bad zurückkehrte. Auf der Gegenseite Nico, rechter Flügel beim SCF. In der entscheidenden Szene nach 75 Minuten figurierten die beiden -wohl oder übel- als Hauptdarsteller. Beim Herauslaufen, um einen Freistoss wegzufausten, stiess Fabio Gradwohl im Getümmel mit einem Mitspieler zusammen, wurde am Kopf getroffen und ging zu Boden. Weil kein Foulspiel vorlag, wurde das Spiel nicht etwa unterbrochen, sondern laufengelassen. Ausgerechnet Bruder Nico Gradwohl war es, der sich in der unübersichtlichen Situation am reaktionsschnellsten zeigte. Aus dem Rückraum herangerauscht, brachte er den Ball mit einer sehenswerten Volleyabnahme in den Maschen unter. Die Fulenbacher bejubelten den 1:1 Ausgleich – für Fabio Gradwohl war das Spiel zu Ende. Er musste sich auswechseln lassen, womit das familieninterne Duell ein unschönes, verfrühtes Ende nahm.
Vergebene Chancen en masse
Für die Platzherren kam der Treffer praktisch aus dem Nichts und diente als ideale Antwort auf den Rückstand, welchen sich die Heimmannschaft keine 120 Sekunden zuvor eingehandelt hatten. Im x-ten Anlauf waren die Gäste doch noch für ihren grossen Aufwand belohnt worden. Vom Ausrutschen des SCF-Captain Kevin Lenz begünstigt, fand sich Dominik Ackermann nach Vorarbeit von Patrick Schalt und Robin Disler alleine vor dem gegnerischen Torwart wieder. Im Gegensatz zu seinen Mitspielern bewies er Torinstinkt und knallte in die Maschen. Zuvor hatten die Mümliswiler gleich reihenweise hochkarätigste Chancen ausgelassen. Als erster und schlimmster Sünder, tat sich Jörg Müller hervor. Nach elf Spielminuten trat er mit den Orangen-Schwarzen zum ersten Mal offensiv in Aktion. Herrlich freigespielt, brachte es Müller fertig, die Kugel aus zentraler Position neben das verlassene Tor zu setzen. Die als Stürmer aufgelaufene Nummer 20 offenbarte damit, dass seine angestammte Aufgabe eher im Spiel gegen den Ball liegt. Auch in der Folge konnten die Gäste ihre klaren Vorteile nicht in Zahlbares ummünzen.
Kaltstart für Ersatzgoalie
Ohne Zeit zum Aufwärmen bahnte sich für den eingewechselten Mümliswiler Jeremy Heutschi ein unschöner Abend an. Keine zwei Minuten im Spiel und ohne einen einzigen Ballkontakt gehabt zu haben, musste er sich dem Liga-Topscorer Simon Affentranger geschlagen geben. Auf den erstmaligen Rückstand fand der FCM keine Antwort und fing sich in der langen Nachspielzeit gar noch einen dritten Gegentreffer ein. Vom unglücklichen Agieren Heutschis profitierte Affentranger , der sein Torkonto auf 24 Treffer ausbauen konnte. Für die Mümliswiler nahm damit ein äusserts frustrierender Abend seinen Abschluss. Obwohl über weite Strecken das bessere Team, musste der FCM ohne gerechten Lohn abreisen. Den Ausfall ihres starken Rückhalts konnten sie nicht kompensieren. Seit nun fünf Spielen warten die Guldentaler auf einen Vollerfolg. Doch im Guldental ist man überzeugt, wenn man weiter solche Leistungen zeigen kann wird der nächste Sieg nicht lange auf sich warten lassen.
OT-Bericht vom 23.05.2015
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Aufstellung FCM
Gradwohl (77‘ Heutschi), Kanwar, Kamber,Disler J.; Ackermann J. ,Ackermann D., Kohler, Disler R.; Wehrli (70‘ Widmer) , Müller, Schalt
Torschützen
0:1 73‘ Ackermann Dominik
1:1 75‘ Gradwohl Nico
2:1 80‘ Affentranger Simon
3:1 96‘ Affentranger Simon















