1. Mannschaft: Zum Abschluss ein typisches Herbst-Kampfspiel
Däniken-Gretzenbach und Mümliswil trennen sich im letzten Ligaspiel des Jahres 1:1.
Bericht aus dem „Oltner Tagblatt“, geschrieben von Tobias Schalk
In einer umkämpften Partie erreichten die beiden Tabellennachbarn ein mageres Unentschieden. Auch der Captain der Heimmannschaft, Roman Berner, beschied der Partie ein bescheidenes Niveau: «Es gelang beiden Mannschaften nicht, eine kon-struktive Linie ins Spiel zu bringen.» Und weiter: Wir müssen uns nach dem Spiel mit diesem einen Punkt zufrieden geben.» Mümliswil wurde, wie schon oft diese Saison, bereits vor Spielbeginn vor grosse Probleme gestellt. Nicht weniger als sechs Spieler fielen verletzt aus. Das Problem wurde akzentuiert durch den Ausfall sämtlicher no- mineller Stürmer. So beorderte Trainer Schneeberger die Mittelfeldspieler Häfliger und Hammer in die Offensive. Bis zur Hälfte der ersten Halbzeit konzentrierte sich das Spielgeschehen auf das Mittelfeld. Selten konnten konstruktive Spieleröffnungen
gestartet werden. Die Stürmer wurden meist mit langen Bällen gesucht, doch diese Methode hatte selten Erfolg. Mit Fortdauer der Partie besannen sich die Teams auf das Passspiel. Somit kam vermehrt Torgefahr auf. Bei Däniken-Gretzenbach lief viel über die rechte Seite, wo sich Keller als Aktivposten entpuppte. Über ihn konnten einige Torchancen herausgespielt werden. Dabei zeigte sich, dass der neu zugezogene Stürmer Goncalves bei den Niederämtern noch Anlaufzeit braucht. Er befindet sich erst seit kurzem im Mannschaftstraining. Dies blieb auf dem Feld nicht unbemerkt. Oft wirkte er noch als Fremdkörper im Spiel der Gastgeber. Doch darf der Zuzug als perspektivischer Transfer für das kommende Jahr angesehen werden.
Mümliswil nach 0:1 beflügelt
Symptomatisch für das Spiel brachten Standardsituation die grössten Torchancen. So gingen die Thaler kurz vor dem Pausenpfiff nach einem Freistoss in Führung. Bloch stieg dabei hoch und versenkte den Ball mit seinem Kopf in der linken Torecke. Durch den Führungstreffer beflügelt, versuchten die Thaler die spielerische Überlegenheit in weitere Tore umzumünzen. Doch die zwingenden Torchancen blieben aus. Schon bald war der Starteffort bei beiden Mannschaften verflogen und so stellte sich ein ruppiges Spiel ein. Die Führung nicht erhöht zu haben, begannen die Mümliswiler spätestens in der 72. Spielminute zu bedauern. Dabei versuchte Berner, mit einem Schuss aus grosser Distanz, sein Glück. Gäste-Hüter Teutschmann liess den Ball unglücklich nach vorne abprallen und ermöglichte damit Keller zum Ausgleich abzustauben.
Ruppige Schlussphase
Die wieder aufgekommene Spannung versuchten die Mannschaften mit vermehrtem Kampf für den eigenen Zweck zu nutzen. Zahlreichen Fouls zufolge wurde das Spiel oft unterbrochen. Schliesslich scheiterte man am eigenen Unvermögen und der letzten Konsequenz, um das Spiel noch entscheidend beeinflussen zu können. Die grösste Chance vergab Hammer in der Nachspielzeit. Völlig unbedrängt gelangte er nach einem Corner zum Kopfball, setzte aber den Ball via Boden knapp über die Latte. So meinte Trainer Andreas Schneeberger dann auch: «Die schwache Chance verwertung hat uns um die drei Punkte gebracht.» Er wird nicht unglücklich sein über die anstehende Winterpause, damit die vielen Verletzten genesen können.
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Telegramm
Däniken-Gretzenbach – Mümliswil 1:1 (0:1)
Bühlfeld, Däniken. – 60 Zuschauer. – SR: Tasdemir
Tore: 42. Bloch 0:1. 72. Keller 1:1.
Däniken-Gretzenbach: Hufschmid; Bärtschi, Strebel, Santamaria, Sutter; Chimuco (46. Megaro), Suarez (66. Zapata), Ramel, Keller; Berner, Goncalves.
Mümliswil: Teutschmann; Widmer, Wehrli, Bader, Bloch (70. D. Ackermann); Disler, Kohler, Büttler (83. Müller), J. Ackermann; Häfliger (75. Frei), Hammer.
Bemerkungen: Däniken-Gretzenbach ohne Dionisio und Howald (beide verletzt), Krasniqi (gesperrt) und Lanza (abwesend). Mümliswil ohne Meister, Krizanovic, Schärmeli, Wehrli, Kamber und Widmer (alle verletzt), N. Ackermann (gesperrt) sowie Jeker (abwesend).
Verwarnungen: 31. Bader (Foul). 58. Suarez (Reklamieren). 88. Sutter (Foul).












