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    FC Mümliswil

    1. Mannschaft: Wieder nur Platz drei?

    | Berichte 1. Mannschaft

    3. Liga Egerkingen gewinnt dank eines Elfmeters das Direktduell um Tabellenrang zwei mit 0:1

    Der FC Mümliswil scheint das dritte Jahr in Folge mit dem undankbaren dritten Platz vorlieb nehmen zu müssen. Nach der unglücklichen Heimniederlage im Spitzenkampf gegen Egerkingen rutschten die Guldenthaler zwei Runden vor Saisonendeauf den dritten Tabellenrang ab. "Wir haben es in der Vorrunde verbockt", analysierte FCM-Trainer Andy Schneeberger nach dem enttäuschenden Spielausgang, "anhand der hervorragenden Rückrunde hätten wir eigentlich oben dabei sein müssen." Tatsächlich waren die Mümliswiler das Team der Stunde. Auf das Unentscheiden Ende Oktober im ersten Spiel der Rückrunde gegen Däniken folgten im laufenden Kalenderjahr sieben Vollerfolge in Serie. bei diesen Siegen erzielte der FCM insgesamt 26 Tore und kassierte nur einen einzigen Gegentreffer, beim 5:1-Heimsieg gegen Leader Härkingen. Das zweite Gegentor dieses Jahres war aber eines zu viel für die Schneeberger-Elf.

     

    Ausserhalb des Sechzehners? 

    Eigentlich eines Spitzenkampfes unwürdig, wurde die Partie durch einen umstrittenen Strafstoss in der zweiten Halbzeit entscheiden. Als Egerkingens Kura bei einer Täuschung von Mümliswils Aussenverteidiger Bloch am Schienbein getroffen wurde, zeigte der Unparteiische ohne zu zögern auf den Elfmeter-Punkt. Den Penalty verwertete FCE-Topscorer Ardian Shala in der 69. Minute zum wegweisenden 1:0 für seine Farben. Schneeberger sprach nach der Partie von einem unglücklichen Elfmeter, "denn die Scene fand ausserhalb des Sechzehners statt." Auch sein Gegenüber, Egerkingens Trainer Xhevxhet Dullaj, konnte nicht alle Zweifel aus dem Weg räumen: "Unser Spieler wurde klar getroffen-wohl knapp auf der Linie. Der Schiedsrichter ist sehr gut gestanden."

     

    Auch wenn er an den Szenen, die zum Tor führten, nicht selber beteiligt war,brachte der Egerkinger Spielertrainer mit seier eigenen Einwechslung knapp fünf Minuten vorher neue Impulse in sein Team. Mit seiner Erfahrung und Ruhe dirigierte er seine Mannschaft zum Sieg. Diese Abgeklärtheit hatte seienr Technisch versierten und spielstarken Elf trotz gröserem Spielanteil in der ersten halbzeit noch gefehlt. Bereits in der zweiten Spielminute der bullige Gästestürmer Atdhe Krasniqi den Ball völlig alleinstehend über das Gehäuse. Egerkingen war bemüht, den Ball flach zu halten und sich mit Kombinations-Fussball vor das gegnerische Tor zu bringen. Da die entscheidenden Pässe aber zu oft nicht ankamen und die Mümliswiler zudem sehr solide verteidigten, fruchteten die Angriffsbemühungen der Gäste im ersten Durchgang nicht. Nach dem Seitenwechsel kamen beide Teams sehr früh zu ihren besten Möglichkeiten. Nach einem Doppelpass mit Ardian Shala stand Kura in der 48. Minute plötzlich alleine vor dem Heim-Goali. Der Ball rutschte ihm jedoch über den Rist und landete weit neben dem Tor. Beim direkten Gegenangriff wurde Büttler im Sechzehner hoch angespielt. Der Captain der Mümliswiler kam per Kopf vor Goali Fernandez an den Ball, der Abschluss streifte allerdings über die Querlatte. In der Folge war aufgrund der Platzverhältnisse nicht mehr an ein geordnetes Spiel zu denken.

     

     "Die Hoffnugn stribt zuletzt"

    Es machteden Anschein, als würde dem jungen Mümliswiler Team - ein Durchschnittsalter von 22 Jahren auf dem Platz - Routine und Cleverness fehlen. Der erst17-jährige Schärmeli kämpfte zwar unermüdlich, diemal aber auch unglücklich. Ihm scheint ein Sturmpartner wie der langzeitverletzte Krizanovic, Torschützenkönig der letzten Saison, an seienr Seite zu fehlen. "Der Galube stirbt zuletzt", machte sich FCM-Coach Schneeberger ganz leise hoffnungen auf einen Ausrutscher Egerkingens an den letzten beiden Spieltagen. Dessen trainer Dullaj faste nach dem Spiel zusammen: "Mit unseren Leistungen während der ganzen Saison hätten wir uns eine Teilnahme an den Aufstiegsspielen sicher verdient."

     

    Fazit: Der FCM befindet sich weiterhin im Aufstiegsrennen. Man ist zwar auf Schützenhilfe angewiesen, sollte jedoch an die durchaus intakten Chancen glauben. Die Rolle des Jägers ist doch bedeutend schöner als die des Gejagten, oder nicht?

     

    Matchberichtsponsor:

     

     

    Das Telegramm

    FC Mümliswil - FC Egerkingen 0:1 (0:0)

    Brühl. - 120 Zuschauer. - SR: Dilaver Cay.

     

    Tore
    69. Minute A. Shala (Elfmeter)


    Mümliswil: Teutschmann; Bloch, Bader, Nicola Ackermann, Jérôme Ackermann; Dominik Ackermann (74. K. Widmer), Büttler, Kohler, Müller (63. Hammer), Schärmeli, Frei (53. Disler)

    Egerkingen: Fernandez; Hädener, Radic, Zampino, K. Rudaj (88. Slishani); Tuqi, A. Shala, Kura, B. Rudaj; A. Krasniqi, B. Krasniqi (62. X. Dullaj)


    Bemerkungen: FCM ohne C. Kamber, G. Meister, M. Jeker, M. Widmer (verletzt), A. Kamber, S. Nussbaumer (nicht im Aufgebot), B. Krizanovic (rekonvaleszent)