1. Mannschaft: Der Bann ist gebrochen!
Nach der klaren 0:3-Niederlage in der Hinrunde sann Klus-Balsthal natürlich auf Rache. Doch im Spiel war davon wenig zu sehen. Mümliswil war es, welches den Ton angab und in sämtlichen Belangen überlegen war. Schon nach acht Minuten wurde die Passivität Balsthals bestraft.
Eine Hereingabe Krizanovics in den Strafraum wurde immer länger und stellte Klus-Torhüter Andric vor Probleme. Bloch konnte schliesslich erben und brachte Mümliswil damit früh und ohne grossen Aufwand in Führung. Die Passivität paarte sich in der Offensive mit Ideenlosigkeit. Für den FCKB eröffnete sich, ausser nach Standards, keine nennenswerte Gelegenheit zum Ausgleich. Im Gegenteil: nach 27 Minuten erhöhte Mümliswil die Führung. Die Guldentaler spielten sich erneut über die Seite durch. In der Mitte lauerte bereits Dominik Ackermann, der keine Mühe hatte, den Ball im Netz unterzubringen. Für Balsthal kam es in der Folge noch schlimmer. Nach mehrminütiger Pflegepause musste Innenverteidiger Ognjanovic schliesslich verletzungshalber ausgewechselt werden. Er wurde durch den jungen Stürmer Kostadinovic ersetzt, der seine Aufgabe in der Folge ordentlich erledigte.
Zur zweiten Hälfte erschienen die Platzherren mit neuem Elan. Gepaart mit dem schnellen Rasen, hervorgerufen durch nun einsetzenden Regen, legte die Balsthaler Offensivabteilung einige Gänge zu. Besonders Perez zeigte sich als Aktivposten, der das Spiel immer wieder ankurbelte. Nach 69 Minuten bot sich der Heimmannschaft die bisher einige hochkarätige Chance. Doch der FCM-Schlussmann rettete vor dem einschussbereiten Kostadinovic. Im direkten Gegenzug zeigte sein Gegenüber eine starke Parade gegen Krizanovic. Nach und nach öffnete Klus-Balsthal seine Reihen zusehends. Daraus zog Mümliswil Profit. Krizanovic schlenzte die Kugel von der Strafraumgrenze unhaltbar in die lange Ecke.
Nur zwei Minuten später kamen sich die Teamkollegen Teutschmann und Bader in die Quere. Per Kopf erbte Eminovic zum langersehnten ersten Tor von Klus-Balsthal. Die Hoffnung währte nur vier Minuten. Krizanovic machte sich, nach drei Toren im Hinspiel, zum Doppeltorschützen. Im gegnerischen Strafraum völlig unbedrängt vollstreckte er per Volleyabnahme. Die endgültige Entscheidung besorgte Dominik Ackermann, der sich damit in Sachen Toreschiessen ebenfalls doppelt erfolgreich zeigte. Entsprechend zufrieden zeigte sich Krizanovic nach Spielschluss: „Fünf Tore im Derby gegen Klus – etwas Besseres gibt es nicht“, meinte er freudenstrahlend. In der Folge hatte Mümliswil gar weitere Chancen um die Führung zu erhöhen, doch rettete Andric oder die FCM-Offensive scheiterte an sich selbst.
Letztlich fiel der Sieg etwas zu hoch aus, was auch Balsthal-Trainer Rolf Marti so sah. „Auf derart viele Stammspieler verzichten zu müssen – das verkraftet keine Mannschaft.“ Mit den Absenzen von El Ouahmani, Oliveira, Ponjavic, Mega und Glanzmann fehlten in der Tat fünf Spieler. Allerdings ist zu bemerken, dass Erstere drei allesamt eine Sperre zu verbüssen hatten. Für FCM-Coach Schneeberger war der Sieg von immenser Bedeutung im Hinblick auf kommende Aufgaben. „In letzter Zeit fehlte uns das Glück im Abschluss, heute kehrte es endlich zurück.“ Und: „Diese fünf Tore geben uns das Vertrauen in unsere eigene Stärke zurück.“
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Telegramm
Klus/Balsthal – Mümliswil 1:5 (0:2)
Moos. – 130 Zuschauer. – SR: Tasdemir.
Tore: 8. Bloch 0:1. 27. D. Ackermann 0:2. 74. Krizanovic 0:3. 76. Eminovic 1:3. 80. Krizanovic 1:4. 54. D. Ackermann 1:5.
Klus/Balsthal: Andric; Hasanovic, Ognjanovic (43.Kostadinovic), Martinovic, Furcillo; Uebelhart, Kiala (70. Dogan), Eminovic, Nganga; Perez, Niederberger (79. Bader).
Mümliswil: Teutschmann; Bloch, N. Ackermann, Bader, J. Ackermann; D. Ackermann, Wehrli (22. Kamber), Kohler, Knuchel (66. A.Ackermann); Krizanovic, Frei (81. Widmer).
Bemerkungen: Klus/Balsthal ohne El Ouahmani, Oliveira und Ponjavic (alle gesperrt) sowie Glanzmann (Schule) und Mega (verletzt). Mümliswil ohne Müller, Meister und Schärmeli (alle verletzt) sowie Disler (Militär). – Verwarnungen: 28. Kohler (Foul). 82. A. Ackermann (Foul).













