Dem Trainergespann Ackermann/Müller fehlten heute einige gewichtige Spieler. In der Hitze und auf dem etwas holprigen Spielfeld war das Mümliswiler Spiel immer wieder von kleinen Fehlern und vor allem von langen Bällen geprägt. Der SC Blustavia schien den Restalkohol vom Cupfinal besser abgestreift zu haben als die Guldentaler vom Stüblifest. Was ebenfalls erwähnt werden muss: Viele Mümliswiler betrieben in den letzten Wochen neben dem Stüblifest einen enormen Aufwand, da diverse Spieler aufgrund der verletzungsgeplagten Aktivmannschaften aushelfen mussten. Beide Teams kamen zu Beginn zu einigen Halbchancen, jedoch waren die Flanken und letzten Pässe meist zu ungenau. Schnell wurde zudem ersichtlich, dass beide Mannschaften hervorragende Torhüter in ihren Reihen hatten, sodass zu schwache Hereingaben oder zu steile Zuspiele jeweils souverän abgefangen wurden. Die erste gute Möglichkeit für die Gäste aus Mümliswil hatte F. Gradwohl, der dank seiner Hartnäckigkeit an den Ball kam, das Visier jedoch noch etwas zu hoch eingestellt hatte. Generell war es ein schwieriges Spiel für die Offensivkräfte der Mümliswiler, da man sie nur selten gefährlich in Szene setzen konnte und ihnen die Unterstützung nach vorne fehlte. Nach 28 Minuten gingen die Hausherren dann in Führung. N. Ackermann konnte einen Steilpass zwar noch abgrätschen, der Ball landete jedoch unglücklicherweise erneut genau beim Solothurner Stürmer, der mit der berühmten „Spitzguuge“ zum 1:0 einschob. Bis zur Pause blieb es dabei, spielerische Leckerbissen waren auf beiden Seiten eher Mangelware.
Die zweite Halbzeit hatte kaum begonnen, da lief bereits ein Stürmer von Blustavia alleine auf I. Teutschmann zu. Dieser konnte jedoch mit einem starken Reflex den zweiten Gegentreffer verhindern. In der 48. Minute wurde dann Ch. Bader im Mittelfeld angespielt und spielte einen perfekt getimten Pass in die Spitze. F. Gradwohl vollendete diesen sehenswerten Angriff schnörkellos zum 1:1-Ausgleich. Zwar wirkten die Mümliswiler in der zweiten Halbzeit verbessert, doch die gefährlicheren Aktionen gehörten weiterhin meist den Solothurnern, häufig begünstigt durch Fehlpässe oder Ballverluste der Gäste. In der 75. Minute folgte dann der Nackenschlag: Nach einem zunächst starken Einsatz legte sich ein Mümliswiler Verteidiger den Ball an der Mittellinie etwas zu weit vor. Dies führte zu einem Prellball, der, wie schon beim ersten Gegentreffer, haargenau bei einem Blustavia Stürmer landete. Dieser liess sich die Chance diesmal nicht mehr nehmen und traf unhaltbar zum 2:1 für den SC Blustavia. Die Mümliswiler konnten darauf nicht mehr reagieren und mussten sich in Solothurn geschlagen geben.
Ein Spiel, das in der Entstehung der Gegentore zwar äusserst unglücklich verlief. Der Sieg für Blustavia war jedoch verdient, da die Solothurner über die gesamte Partie die gefährlichere Mannschaft waren. Die Mümliswiler wirkten insgesamt enorm platt und träge. Ob dies am schwachen Trainingsbesuch in dieser Rückrunde lag? Ob die heutigen Abwesenden zu schwer wogen? Oder ob die zahlreichen Doppeleinsätze einiger Spieler bei den Aktivteams langsam ihren Tribut forderten? Man wird die genaue Ursache wohl nie ganz herausfinden. Fakt ist jedoch, dass sich die Mümliswiler mit dieser Niederlage und fünf Punkten Rückstand bei noch zwei verbleibenden Spielen parkzisch aus dem Meisterrennen verabschiedet haben.
Vielen Dank an alle Fans, die den langen Weg nach Solothurn auf sich genommen haben. Am 29.05. um 20:00 Uhr treffen die nun drittplatzierten Mümliswiler im letzten Heimspiel der Saison auf den zweitplatzierten FC Riedholz. Wir würden uns über zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer freuen!