Die Riedholzer legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach wenigen Sekunden musste Teutschmann erstmals eingreifen und bewahrte die Heimherren vor einem denkbar frühen Rückstand. Nach 13 Minuten war dann aber auch für ihn Endstation: Riedholz nutzte die nächste Gelegenheit und ging verdient in Führung. Die Antwort der Guldentaler folgte in der 22. Minute. S. Büttler drosch das Leder im Fallen unhaltbar in den Winkel und sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Leider hielt die Freude nur kurz. Riedholz zeigte sich vor dem Tor eiskalt und zog mit Treffern in der 26. und 36. Minute wieder davon. Besonders das 1:3 war mindestens so sehenswert wie der Ausgleich der Mümliswiler. Die erste Halbzeit war insgesamt ausgeglichener, als das Resultat vermuten lässt. Während Mümliswil jedoch beste Chancen liegen liess, demonstrierten die Gäste eindrücklich, warum sie im Meisterrennen ein gewichtiges Wort mitreden.
Wer nach dem Pausentee auf eine Reaktion hoffte, wurde leider schnell enttäuscht. Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, erhöhte Riedholz bereits auf 1:4 und zog damit den Stecker endgültig aus der Partie. Was in den verbleibenden 40 Minuten folgte, war einerseits eine starke und effiziente Vorstellung der Gäste, andererseits aber auch ein Auftritt der Guldentaler, der einige Fragen offenlässt. Spielerisch war man keineswegs unterlegen. Ballbesitz und Chancen waren vorhanden. Doch während vorne selbst beste Möglichkeiten vergeben wurden, fehlte defensiv praktisch alles, was es braucht, um ein Spiel erfolgreich zu gestalten: Laufbereitschaft, Zweikampfhärte und auch nur der kleinste Wille, Gegentore zu verhindern. So nahm das Unheil seinen Lauf und das Resultat schraubte sich Tor um Tor in die Höhe. Am Ende stand eine deutliche 1:7-Niederlage auf der Anzeigetafel. Riedholz darf sich derweil eine Runde vor Schluss weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den Meistertitel machen. Die Guldentaler hingegen dürften froh sein, dass die Sommerpause nicht mehr allzu weit entfernt ist.
Vielen Dank an alle Zuschauerinnen und Zuschauer fürs Kommen und Durchhalten. Ein Aufbruch nach 50 Minuten wäre verständlicher gewesen als das Amen in der Kirche. Trotz der jüngsten Darbietungen würden wir uns freuen, wenn sich am 05.06.2026 um 20:00 Uhr in Härkingen nochmals die eine oder andere mutige Seele zur Unterstützung unserer Farben einfinden würde. Wir können zwar nichts versprechen, aber statistisch gesehen steigt die Wahrscheinlichkeit eines besseren Auftritts mit jedem vergangenen Spiel wieder leicht an. Schliesslich war es auch das erste Mal seit vielen, vielen Monaten, dass die Mümnliswiler Senioren 2 Spiele in Folge verloren haben.