
3. Mannschaft: Den Wölfen die Zähne gezogen
Nach der schwachen Leistung und der unglücklichen Auswärtsniederlage gegen den FC Wangen an der Aare wollte die 3. Mannschaft im Heimspiel gegen den FC Wolfwil drei weitere Punkte auf das Konto einfahren. Die Rahmenbedingungen stimmten. Der Platz war ausgezeichnet und das Kader auf dem Papier sehr gut besetzt. In der Vergangenheit waren die Spiele gegen den FC Wolfwil immer eng, aber man traf in der Meisterschaft schon lange nicht mehr auf diesen Gegner, umso mehr war die Vorfreude auf dieses Spiel da.
Bei den Gästen war die Nummer 10 mit Fabio Tognoli kein Unbekannter im Guldental und dieser hatte nach wenigen Sekunden bereits eine gute Chance die Gäste in Führung zu bringen, doch die Chance wurde gemeinsam vereitelt. Wie in den letzten Spielen waren die Guldentalter in den ersten Minuten physisch auf dem Platz, aber geistig noch in der Kabine. Das Heimteam stellte sich an, wie sie in den Ausgang gehen. Man checkt die Lage, beobachtet zu Beginn lässig mit einem Bier in der Hand an der Bar, die Tanzfläche und je länger der Abend dauert, je mutiger und energiegeladener wird man. Die Gäste waren in diesem Spiel am Anfang definitiv energiegeladener und bereits auf der Tanzfläche angekommen. Diese heiklen Minuten überstanden die Guldentaler dank einem bärenstarken Schürch, welcher in diesem Spiel Moves im Stiele eines Eishockey Goalies auspackte und einer gut organisierten Verteidigung mit Altmeister Bloch und seinen drei Söhnen. Mit Tschumi war zudem wieder der Turm in der Verteidigung, welcher bei gewissen Aktionen, stark an einen ehemaligen Turm (D.E.) in der Innenverteidigung der 3. MS erinnerte, einfach nur in besser. Nach rund 15 Minuten wagten sich die Gastgeber nun ebenfalls auf die Tanzfläche. Die Offensive wurde verstärkt über die Flügel gesucht und man kam zu zarten Abschlussversuchen. Nach rund 15 Minute musste Captain Eschmann nach einem Foul / Fehltritt verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Gute Besserung an dieser Stelle. Der anschliessende Freistoss brachte erste Torgefahr vor das Tor der Gäste. In der 21. Minute war der omnipräsente E. Bader, welcher aktuell die Lunge eines argentinischen Pferdes hat, im Strafraum nur noch regelwiedrig zu stoppen. Ackermann schnappte sich den Ball, legte ihn mittig auf den Punkt, was die neue Regel sein soll und versenkte ihn trocken rechts unten in den Maschen. Die Führung in diesem Spiel war somit Tatsache. In der Folge erhöhten die Gastgeber die Taktzahl und hatten auch mehr den Ball. Ein weiterer Torerfolg blieb aber aus, da die Angriffe nicht konsequent bis zu Ende gespielt wurden und der Schiedsrichter Obrecht nach einem glasklaren Foul noch ein Strafstoss verwehrte. Generell war die Beziehung von Obrecht zum Schiedsrichter als Beziehungsstatus "es ist kompliziert" einzustufen.
Das Trainergespann um Rubitschung und Kanat fanden in der Pause scheinbar die richtigen Worte und wechselten auch wieder klug ein, denn ab Minute 46 drückten die Guldentaler wehement auf das zweite Tor. Das Spiel wurde weiterhin konsequent über die Flügel aufgezogen und mit Fluri, Fsaha und auch den beiden Bader hatten diverse Spieler Chancen zum zweiten Torerfolg. Kawka vergab aber die aussichtsreichste Chance. Er wurde im Strafraum schön freigespielt, hatte im Fünfmeterraum gefühlt 5 Minuten Zeit den Ball zu büscheln, doch er führte, anstatt den Torerfolg zu suchen, eher den polnischen Volkstanz Krakowiak auf, was sicherlich amüsant zu bestaunen war, doch kein Torerfolg ermöglichte. Die Gäste kamen nur dann zu Chancne, wenn sich die Guldentaler in der Defensive ungeschickt anstellten, doch in diesem Spiel sollte Schürch seine weisse Weste, mit zum Teil spektakulären Paraden, wahren können. In der 70. Minute konnte dann endlich der zweite Torerfolg bejubelt werden. Fsaha setzte hartnäckig nach und nutzte Unstimmigkeiten in der Gästeabwehr eiskalt aus. Die Mümliswiler waren weiterhin bestrebt das Score auf der Anzeigetafel zu erhöhen. Keine fünf Minuten später wurde E. Bader mit einem langen Ball auf die Reise geschickt. Mit dem linken Schlappen traf er nur den Pfosten, doch auch er setzte hartnäckig nach und konnte den Ball noch über die Linie drücken. Kurz vor Schluss wurde Flügelflitzer T. Bader rechts auf die Reise geschickt. Das Duell mit der Schnelligkeit gegen den Verteidiger kann man mit einem Schnellzug gegen eine alte Dampfbahn, welche sich hoch auf den Brünig abmüht, vergleichen. Somit entledigte sich T. Bader seinen Bewachern schnell und liess im 1:1 gegen den Torwart dem Torwart auch keine Chance.
Das Schlussresultat von 4:0 ist sicherlich verdient, doch das Spiel kann sich auch in eine andere Richtung entwickeln, wenn Wolfwil früh einen Treffer oder den Ausgleich erzielen könnte. Besten Dank den beiden jungen Wilden Fluri und Hofer für die Unterstützung. Das Team geht am Sonntag, 28.09. 15:00 Uhr (eine tolle Zeit) in Biberist auf die nächste Punktejagd passend zur Herbstzeit.
Torschützen
21. Minute 1:0 Beat Ackermann (Strafstoss)
70. Minute 2:0 Meron Fsaha
75. Minute 3:0 Emanuel Bader
88. Minute 4:0 Thomas Bader
Aufstellung
Flurin Schürch; Mathia Fluri, Thomas Bloch, Luc Tschumi, Raphael Hofer; Beat Ackermann, David Kohler, Andy Widmer, Noah Eschmann; Emanuel Bader; Abraham
Auswechselspieler
Meron Fsaha, Thomas Bader, Robert Kawka, Stephan Semadeni, Nicolas Obrecht
Bemerkungen
FCM ohne Luca Christ, Stefan Singer, Lukas Obrecht, Dominik Borner (verletzt), Martin Büttler (Dienst am Vaterland), Mike Fluri (Fahnenkontrolle), Dustin Schwarzenbach, Ramon Nussbaumer, Maurice Müller (Schwingplatzvermessungen), Diamant Osmani (Arbeit)















