
3. Mannschaft: K(r)ampfsieg in Biberist
Im Auswärtsspiel bei der dritten Mannschaft des FC Biberist im Bezirk Wasseramt wussten die Guldentaler nicht recht, was sie erwarten würde. Das Kader zu diesem Auswärtsspiel war aufgrund von Abwesenheiten und Verletzungen leicht dezimiert und der Gegner war relativ unbekannt, da man in den letzten Saisons nie aufeinandertraf. Bei den Resultate der bisherigen Saison war ebenfalls kein Muster erkennbar und somit ging man ohne Vorurteile in dieses Spiel.
Durch eine kurzfristige Absage liefen bei Coach Rubitschung kurz vor dem Spiel die Drähte noch heiss. Mit Tobias Glatzfelder konnte ein Spieler der Talentschmiede der 3. Mannschaft und Derbyheld vom Samstag, kurzfristig noch aufgeboten werden. Ein Zeichen für einen intakten Verein oder ein gutes Mannschaftsgefüge, wenn sich ein Spieler in dieser Kurzfristigkeit bereit erklärt das Dress der 3. Mannschaft überzustreifen. Dieser Schachzug sollte sich noch als Gold wert erweisen. Auf dem holprigen Platz pfiff der sehr junge Schiedsrichter das Spiel zu einer für die Guldentaler ungewohnten Zeit um 15:00 Uhr am Sonntag Nachmittag an. Tendenziell gilt die Weisheit, dass Spiele am Sonntag nicht sonderlich von Erfolg geprägt sind, aber diese Weisheit wird in diesem Spiel gebrochen. Die Gäste starteten pomadig in dieses Spiel. Der Platz, wie auch der Gegner, waren unangenehm bespielbar. Nichstdestotrotz gab es bereits nach fünf Minuten eine strittige Szene im Strafraum der Gastgeber als der Ball dem Verteidiger an den Arm prallte, doch der Pfiff zu einem Strafstoss blieb aus. Die Gastgeber störten die Gäste früh in der Vorwärtsbewegung und die Mümliswil waren daher gezwungen mit vielen langen Bällen zu operieren, was nicht sonderlich von Erfolg gekrönt war. Grosse Chancen und auch ein geordneter Spielfluss, welcher aufgrund von unzähligen Fouls und Unterbrechung gar nie zustande kam, suchte man vergebens. Erste Annährungen an ein Tor hatten Jeker und Ackermann nach guten Vorstössen über den rechten Flügel, doch ihre Schüsse verfehlten das Tor und der Torwart musste dementsprechend nicht eingreifen. Eine ereignisarme erste Halbzeit ging damit zu Ende.
In der zweiten Halbzeit war das Spielgeschehen etwa das Gleiche. Viele Unterbrechungen, ein Schiedsrichter, welcher nicht gerade die unbarmherzige Sicherheit ausstrahlte und in seiner Schiedsrichterkarriere sicherlich noch Steigerungspotenzial hat und unsauber, gespielte Pässe prägten das Bild. Die Sonnenstrahlen zwischen den Wolken sollten vorerst der einzige Lichtblick in diesem Spiel sein. Mittelfeldstratege Widmer wurde je länger der Match dauerte, wie ein schmackhafter Rotwein, immer besser. Er löschte Brände nicht nur neben, sondern insbesondere in der Rückwärtsbewegung und war ein stetiger Kommunikator mit seinen Gegenspielern. Ob er ihnen einen neuen Feuerlöscher oder eine Stelle schmackhaft machen wollte, kann die Redaktion nicht beurteilen. Das Spiel plätscherte immer noch vor sich hin und ein Kuriosum war in der 75. Minute zu betrachten als Bloch in den eigenen Mitspieler Fsaha hineinrannte und dafür den gelben Karton sah. Bloch stellte nach dem Spiel aber richtig, dass er den gelber Karton wegen protestieren erhalten hatte. In der 77. Minute schickte Mittelfelddirigent Widmer Glatzfelder mit einem brandgefährlichen Steilpass auf die Reise. Glatzfelder machte das Unmögliche möglich und erreichte diesen Ball noch kurz vor der Grundlinie. Mit seinem rechten Schlappen gab er dem Ball einen wuchtigen Kick und dieser schlug tatsächlichen in der langen Ecke ein. Der Torwart sei nebenbei bemerkt, war heute nicht unbedingt für sein starkes Stellungsspiel bekannt. Ein paar Minuten später feuerte Brandschutzexperte Widmer nach einem Eckball einen wuchtigen Kopfball Richtung Tor. Der Ball wäre wunderbar in die Maschen geflogen, wäre da nicht die Hand eines Feldspielers dazwischen gegangen. Im Gegensatz zum Seniorenspiel ahndete der Schiedsrichter diese Aktion mit einer roten Karte und einem Strafstoss. Schade für Widmer, welcher sein erstes Kopfballtor in seiner langen, glorreichen Karriere erzielt hätte. Obrecht schnappte sich den Ball und obwohl der Torwart die richtige Ecke roch, schlug dieser platziert in der linken, unteren Torecke ein. Mit der zweitore Führung liessen die Guldentaler nichts mehr anbrennen. Schürch wurde kurz vor Schluss noch einmal durch seinen Sandspielplatz Kollegen Obrecht gefordert, als er einen hohen Ball mit seiner bärigen Brust annehmen musste. Er löste diese Aufgabe mit Bravour und konnte zum zweiten Mal in Folge seinen Kasten sauber halten.
Die Mümliswiler sind somit, nach diesem dreckigen Sieg, immer noch dem Spitzenduo Halten und Gerlafingen auf den Fersen. In den letzten drei Spielen entscheidet sich aber, wo die Reise nun schlussendlich durchgehen wird, da man diese beiden Gegner noch haben wird. Man darf sich somit auf spannende Spiele freuen.
Torschützen
77. Minute 0:1 Tobias Glatzfelder
86. Minute 0:2 Nicolas Obrecht (Strafstoss)
Aufstellung
Flurin Schürch; Meron Fsaha, Thomas Bloch, Nicolas Obrecht, Robert Kawka; Lars Jeker, David Kohler, Andy Widmer, Dominik Borner; Emanuel Bader; Beat Ackermann
Auswechselspieler
Tobias Glatzfelder, Abraham, Mike Fluri
Bemerkungen
FCM ohne Luca Christ, Stefan Singer, Lukas Obrecht (verletzt), Martin Büttler (Dienst am Vaterland), Dustin Schwarzenbach, Ramon Nussbaumer, Maurice Müller (Herbstwanderung), Diamant Osmani (Arbeit), Noah Eschmann (Fanszene FCB), Thomas Bader (krank), Stephan Semadeni, Luc Tschumi (privat)















