Die Mümliswiler mussten heute zahlreiche Absenzen beklagen, sodass auf der Bank gerade einmal dreieinhalb Männer Platz fanden. Der „halbe Mann“ war Fabian Bloch, der mit einem steifen Nacken für Notfälle aufgeboten wurde. Unter den Abwesenden befanden sich einige Stammkräfte aus der Vorrunde. Die vielen Ausfälle, die lange Winterpause oder vielleicht auch der schwache Trainingsbesuch machten sich bereits nach wenigen Sekunden bemerkbar. Nach einem Stellungsfehler in der Mümliswiler Defensive kamen die Gäste nach wenigen Sekunden zu einer guten Chance. In der Folge bemühten sich die Mümliswiler, mit sauberem Kombinationsspiel aus der Defensive nach vorne zu spielen. Die ersten 30 Meter funktionierten dabei recht gut, danach begannen jedoch die Schwierigkeiten. Die Rüttener kamen zu sehr guten Chancen, meist begünstigt durch Eigenfehler der Mümliswiler – sei es beim Herausspielen oder bei langen Bällen, die zu 95 % postwendend zurückkamen.Gelangen die Kombinationen doch einmal, erarbeiteten sich die Mümliswiler gute Möglichkeiten. So scheiterten Gradwohl, Robin Disler und A. Kamber nach sehenswerten Angriffen jeweils knapp. Kurz vor der Pause, nach einigen Problemen im Spielaufbau, versuchte es Teutschmann erneut mit einem langen Ball. Dieser wurde perfekt hinter die gegnerische Abwehr gespielt. F. Gradwohl setzte sich im Laufduell durch, fasste sich ein Herz und schoss den Ball nur wenige Meter hinter der Mittellinie mit seinem schwächeren linken Fuss wunderschön über den Torwart hinweg ins Netz. Der Jubel und die Erleichterung nach diesem Teutschmann-/Gradwohl-Geniestreich waren gross. So gingen die Mümliswiler mit einem schmeichelhaften 1:0 in die Pause – es hätte ebenso gut 3:5 stehen können, wenn beide Teams ihre Chancen besser genutzt hätten.
In der Halbzeit wechselte Marius Ackermann gleich dreimal. Die zweite Halbzeit gestaltete sich so, dass die Mümliswiler zwar weniger Ballbesitz hatten als im ersten Durchgang, defensiv jedoch deutlich stabiler standen. Die Fehler wurden minimiert, und die Rüttener kamen trotz mehr Ballbesitz nur noch zu wenigen klaren Torchancen. Dafür wurden die Mümliswiler selbst gefährlicher, ohne zunächst Kapital daraus zu schlagen. Einige gute Möglichkeiten und Halbchancen wurden teilweise kläglich vergeben – ohne hier Namen nennen zu wollen. Schliesslich war es nach rund einer Stunde der omnipräsente A. Kamber, der sich über die rechte Seite durchsetzte. Seine Hereingabe wurde dann zur Disler-Sache: Ryan Disler liess den Ball in Özil-Manier (gewollt oder ungewollt) durch, sodass sein Namensvetter Robin Disler nur noch einschieben musste. Die letzten 20 Minuten brachten keine Veränderungen mehr im Spielgeschehen. Die Heimelf konnte sich die ersten drei Punkte gutschreiben lassen. Herauszustreichen ist auch noch, dass die Mümliswiler im ersten Rückrundenspiel keine Karten kassierten.
Mit einer eher schwachen ersten Halbzeit (offensiv wie defensiv) und einer zumindest defensiv deutlich besseren zweiten Halbzeit gelang es den Mümliswilern, den ärgsten Verfolger der letzten Saison zu besiegen. Das ist zwar ein gelungener Start, doch in dieser Saison werden noch einige härtere Brocken warten. Positiv bleibt, dass phasenweise schöne Kombinationen gezeigt wurden und die Null gehalten werden konnte. Nun gilt es, den Trainingsbetrieb hochzufahren und richtig durchzustarten.
Vielen Dank an alle Zuschauer für die Unterstützung. Ihr seid herzlich eingeladen, wenn wir nächsten Freitag um 20.00 Uhr auf dem heimischen Brühl auf den FC Hägendorf treffen.