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    FC Mümliswil

    1. Mannschaft: Ladehemmungen

    | Martin Bürgi | Berichte 1. Mannschaft

    Mit Ladehemmungen auf dem Schleudersitz:

    Der FC Mümliswil muss um den Ligaerhalt bangen 

    Die Mümliswiler bleiben zum siebten Mal innert neun Spielen ohne Torerfolg. Sie unterliegen dem FC Bellach trotz Chancenplus mit 0:3. Falls es Ende Saison vier Absteiger gibt, würde es nach aktuellem Tabellenstand auch sie erwischen. Mümliswil liegt drei Punkte hinter dem FC Olten, der dem Leader Iliria unterliegt, und sechs hinter Gerlafingen und Fulenbach, die wichtige Dreier einfahren.

    Bellach 1

    Bellach-Torhüter Luca Palermo und Verteidiger Dives Ambrozzo klären gemeinsam gegen Roger Wyser.

    Die Mümliswiler leiden an Ladehemmungen. In den letzten neun Spielen brachten sie nur vier Tore zustande. Was immerhin für die beiden Siege gegen Olten (1:0) und Wangen bei Olten (3:1) reichte. In den weiteren sieben Partien blieben sie ohne Torerfolg. Insgesamt 24 Treffer schauten aus den 19 Saisonspielen heraus – nur das Tabellenschlusslicht Hägendorf schiesst noch weniger Tore.

    Die Startviertelstunde gegen Bellach verdeutlichte diese Torflaute. Aussenverteidiger Dominik Ackermann knallte den Ball in der 12. Minute an die Lattenunterkante und Philippe Wehrli spedierte den Abpraller per Kopf ebenfalls an die Querstange – es war zum Verzweifeln für den FC Mümliswil. Das Heimteam war spritziger und dem Gegner physisch überlegen, doch die Bellacher agierten sehr clever und vor dem Kasten kaltblütig.

    Bellach 2

    Dominik Ackermann knallt den Ball in der 12. Minute an die Latte.

    Fünf Minuten nach der Doppelchance der Guldentaler nutzte Bellach-Captain Kevin Marthaler bei einem Corner den ihm gewährten Freiraum und nickte unspektakulär zur Führung für die Gäste ein. Die Mümliswiler hatten genügend Chancen, um das 0:1 noch vor der Pause wieder wettzumachen. Aber entweder scheiterten sie am eigenen Unvermögen oder am starken Bellach-Torhüter Luca Palermo, der gut mitspielte und so etliche lange Bälle der Mümliswiler entschärfte.

    Kurz vor der Pause übertrieb er es indes, als er wieder einmal weit vor seinem Kasten klärte. Der Ball landete in den Füssen von Philippe Wehrli und der zog aus dreissig Metern direkt ab. Im allerletzten Moment, die Gastgeber hatten schon zum Jubeln angesetzt, drehte der Ball nach einem Aufsetzer leicht ab und streifte hauchdünn am Pfosten vorbei – wieder kein Glück für die bemitleidenswerten Mümliswiler.

    Marthaler entscheidet Spiel mit zweitem Kopfballtor

    Die Bellacher, die in der Vorrunde das Überraschungsteam der 2. Liga waren, mussten für ihren zehnten Saisonsieg leiden. Bereits vor der Pause mussten sie verletzungsbedingt zwei Wechsel vornehmen – bei Innenverteidiger Finn Schranz und Mittelfeldspieler Domenik Pervorfi gings nicht mehr weiter. In die Karten spielte den Bellachern, dass sie die letzten dreissig Minuten in Überzahl bestreiten durften, da Mümliswil-Captain Janik Disler nach einem Foul an Jonas Knörr zum zweiten Mal Gelb sah – die erste Verwarnung hatte er wegen Reklamierens kassiert.

    Bellach 3

    Mümliswil-Angreifer Philippe Wehrli im Zweikampf mit dem Bellacher Mario Brcina.

    Sogar dezimiert hätten die Mümliswiler reüssieren müssen, doch sie stellten sich im gegnerischen Strafraum viel zu kompliziert an. Wie man es besser macht, zeigte ihnen Kevin Marthaler, als er in der 85. Minute nach einem Freistoss, wiederum unbedrängt, sein zweites Kopfballtor erzielte. Für die Zugabe sorgte der eingewechselte Gjelbrim Elezi in der Nachspielzeit mit dem schön herausgespielten 3:0.

    Mümliswil liegt drei Punkte hinter dem FC Olten zurück

    Die Bellacher können den Rest der Saison geniessen. Momentan stehen sie mit 34 Punkten auf dem guten vierten Platz. Die Tabellenspitze ist bereits etwas weit entfernt, Sorgen muss sich der FC Bellach aber keine mehr machen. Gegen hinten ist er nun definitiv abgesichert.

    Der FC Mümliswil dagegen muss weiter bangen. Als Tabellenzehnter befindet er sich auf dem Schleudersitz. Wenn zwei oder drei Klubs absteigen, wird es reichen für den Ligaerhalt. Wenn vier runtergehen, wird es eng. Der Rückstand auf den FC Olten beträgt drei Punkte, auf Gerlafingen und Fulenbach sind es neu schon deren sechs.

    Die beiden holten wichtige Dreier: Gerlafingen bezwang das Schlusslicht Hägendorf, die Fulenbacher feierten gegen den FC Härkingen den zweiten Derbysieg der Saison. Leader bleibt der FC Iliria, der sich gegen Olten mit 4:0 durchsetzte. Verfolger Biberist schlug Lommiswil, Subingen dagegen liess gegen Wangen zwei Punkte liegen.

    Bericht im Oltner Tagblatt 

    Text: Raphael Wermelinger                      Fotos: Markus Müller