Der FCM startete fulminant in die Partie. So war es Ryan Disler, der nach rund zwei Minuten zur ersten grossen Chance kam. Sein Schuss verfehlte nach guter Vorarbeit das Ziel leider knapp. Danach folgten allerdings einige Minuten, in denen der FC Mümliswil kaum noch aus der eigenen Hälfte kam. Teils starkes Passspiel der Wolfwiler, teils zaghaftes und ungenaues Spiel der Mümliswiler sorgten für eine kleine Druckphase der Gäste, ohne dass es jedoch wirklich gefährlich wurde. Nach rund zehn Minuten fingen sich die Mümliswiler und fanden wieder zu ihrem eigenen Spiel. In der 14. Minute war es Sturmtank F. Gradwohl, der in abgeklärter Stürmermanier zum 1:0 traf. Von nun an hatten die Mümliswiler das Spiel komplett im Griff und erhöhten nur zwei Zeigerumdrehungen später durch S. Büttler auf 2:0. Bis zur 28. Minute waren es N. Ackermann und erneut F. Gradwohl, die das Skore auf 4:0 hochschraubten. Die Mümliswiler waren nun in wirklich allen Belangen überlegen. Nach rund 30 Minuten vergab K. Widmer eine Riesenchance kläglich. Praktisch im Gegenzug stimmte die Zuteilung in der Mümliswiler Hintermannschaft für einmal nicht, was die Wolfwiler prompt zum 4:1-Anschlusstreffer ausnutzten. Die Mümliswiler liessen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen, vergaben bis zur Pause noch einige Grosschancen und führten beim Pausenpfiff mehr als verdient mit 4:1.
Nach der Pause wechselte M. Ackermann gleich dreimal. Die neu eingewechselten Spieler konnten nahtlos dort anknüpfen, wo ihre Vorgänger in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Ch. Bader war von Beginn weg omnipräsent in den Zweikämpfen, J. Kamber zeigte mit zahlreichen Zuckerpässen seine ganze Klasse und S. Gisler erzielte in der 48. Minute mit einem herrlichen Weitschuss das schönste Tor der Partie. Seinem anschliessend selbst etwas verdutzten Gesichtsausdruck war anzusehen, dass ein solcher Treffer zum 5:1 auch bei ihm nicht gerade zum Tagesgeschäft gehört. Es dürfte mindestens eines der schöneren Tore in der Karriere von S. Gisler gewesen sein. Ob das wohl auch die Funktionäre des Fanionteams mitbekommen haben? Nur kurze Zeit später erhöhte S. Büttler mit seinem zweiten persönlichen Treffer auf 6:1. In der 55. Minute war es dann Ryan Disler, der mit einem sehenswerten Lupfer das 7:1 erzielte. Die Mümliswiler waren nun haushoch überlegen. Allerdings muss man auch festhalten, dass es der FC Wolfwil den Hausherren an diesem Abend nicht sonderlich schwer machte. Die Wölfe spielten heute wie Schafe im Wolfspelz: Zu Beginn kurz optisch gefährlich, danach aber erstaunlich handzahm. So durfte sich auch D. Ackermann noch in die Torschützenliste eintragen. Nach einer herrlichen Ballstafette versorgte er das Leder eiskalt im Netz. Der Schlusspunkt gehörte jedoch jemand anderem. Was dann geschah, liess sämtliche Anwesenden ungläubig die Augen reiben: Ein Mann mit kahlem Haupt tauchte im Strafraum auf und lupfte die Kugel aus rund zwölf Metern mit einer Selbstverständlichkeit über den Torhüter, als hätte er in seinem Leben nie etwas anderes gemacht. Ist es Thierry Henry? Oder Ronaldo Nazário, der für einen kurzen Gastauftritt auf dem Brühl vorbeischaut? Nein! Es ist Mümliswils Stürmer R. von Arb, der hier plötzlich feinste Weltklasse aus seinem Fuss zaubert. Der Jubel kannte keine Grenzen. So laut wurde bei den Zuschauern auf dem Brühl schon lange nicht mehr gejubelt. Anschliessend liessen die Mümliswiler noch einige Topchancen liegen, konnten aber trotzdem einen hochverdienten Kantersieg eintüten.
Der hohe Sieg war die perfekte Reaktion auf die Cupniederlage und zugleich ein starkes Statement der Guldentaler. Vor allem wenn man bedenkt, dass noch zahlreiche weitere Topchancen ausgelassen wurden. Das Skore hätte an diesem Abend problemlos noch einiges höher ausfallen können, so überlegen waren die Hausherren. Viele der Treffer waren zudem derart schön herausgespielt, dass sie eigentlich eine deutlich detailliertere Beschreibung verdient hätten. Allerdings erreichte die Aufnahmekapazität des Schreiberlings nach gefühlt dem dritten Treffer ihre natürliche Belastungsgrenze. Bei neun Toren, unzähligen Grosschancen und Zuckerpässen am Laufmeter war irgendwann schlicht nicht mehr alles auf der internen Festplatte abzuspeichern. Der Schreiberling bittet deshalb um Nachsicht, falls das eine oder andere Kunstwerk in diesem Bericht etwas zu kurz gekommen ist. Vielen herzlichen Dank an alle, die dieses Torspektakel heute auf dem Brühl mitverfolgt haben! Wir würden uns freuen, euch alle am 11.09.2026 um 20:00 Uhr in Wiedlisbach wieder am Spielfeldrand begrüssen zu dürfen.