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    FC Mümliswil

    Senioren: Klarer Sieg in Wiedlisbach

    | Kevin Widmer | Berichte Senioren

    Und täglich grüsst das Murmeltier. So fühlten sich die Senioren des FC Mümliswil, da man, wie gefühlt immer, auswärts in Wiedlisbach auf die Vereinigung WIWA traf. In den letzten Jahren waren dies stets zähe Angelegenheiten. Einerseits, weil es fussballerisch jeweils zu wünschen übrig liess und der Gegner stets hartnäckig und robust zur Sache ging. Andererseits sind auch die Kabinen und der Fussballplatz im Oberaargau jeweils nicht gerade in bestem Zustand. Trotzdem konnte man bisher immer die vollen drei Punkte mit nach Hause nehmen, was vor diesem Spiel für grossen Optimismus sorgte. Und auch unter der Woche gab es Erfreuliches zu vermelden: Man stellte einen neuen Rekord bei der Trainingspräsenz auf. Unglaubliche 11 Spieler standen im Training! Man muss jedoch anfügen, dass zwei davon eigentlich in der 3. Mannschaft spielen. Das Kader für die heutige Partie war hingegen wieder sehr knapp besetzt. Lediglich zwei Spieler nahmen auf der Ersatzbank Platz. Auch vor diesem Spiel hatte man erneut einige kurzfristige Absagen zu beklagen.

    Die Mümliswiler versuchten von Anfang an, ihr gewohntes Aufbauspiel von hinten zu zeigen. Heute war dies jedoch ein wenig schwieriger, da sich der Platz teilweise in miserablem Zustand befand. Schon früh konnte man sich Möglichkeiten erarbeiten, welche jedoch noch nicht in etwas Zählbares umgemünzt werden konnten. Es war dann ein Zuspielfehler in der Abwehr der Heimelf, den F. Gradwohl ausnutzte und uneigennützig auf Ryan Disler rüberlegte. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und schob in der 11. Minute zur 0:1-Führung für die Guldentaler ein. Trotzdem machten sich die Mümliswiler das Leben, wie fast immer in Wiedlisbach, teilweise ein wenig selber schwer, indem man den Ball zu wenig schnell zirkulieren liess. Es gab bei beiden Mannschaften zu viele Ballverluste und nur wenige längere Sequenzen, in denen das Leder in den eigenen Reihen blieb. Der FCM war jedoch klar überlegen und kam immer wieder zu grossen Möglichkeiten. So beispielsweise K. Widmer nach einem überragenden Zuspiel von D. Ackermann. K. Widmer schaffte es jedoch, in bester Ceccaroni-Manier den Ball vor dem Tor zu verfehlen. Wenig später, nach einem schönen Zuspiel von S. Büttler, lief K. Widmer bis auf die Grundlinie. Sein Zuspiel erreichte S. Büttler zwar nicht, prallte jedoch von einem Gegenspieler direkt wieder zu K. Widmer zurück. Seinen Abschluss konnte der Torhüter zwar parieren, den Nachschuss versorgte D. Ackermann jedoch unhaltbar im Tor zum 0:2. Nach einem wunderbaren Eckball von F. Gradwohl war es S. Büttler, welcher seine Kopfballstärke unter Beweis stellte und nach einer halben Stunde zum 0:3 einnicken konnte. Weiterhin waren die Mümliswiler überlegen, ohne jedoch ein wirklich gutes Spiel zu zeigen. In der Defensive stand der FCM sehr solide. I. Teutschmann hatte eigentlich nur dann Arbeit, wenn wieder einmal ein Rückpass auf dem holprigen Rasen ungenau gespielt wurde oder sich die Mümliswiler in der Defensive etwas zu verspielt zeigten. Was ebenfalls auffiel: Mit S. Büttler in der Innenverteidigung verfügten die Mümliswiler über einen Spieler, der dank seiner spielerischen Klasse immer wieder für hervorragende Spieleröffnungen sorgte. Dies hatte man in der Defensive zuletzt ein wenig vermisst. Zu oft agierte man überhastet und drosch den Ball nach dem altbewährten Motto «Hoch und weit bringt Sicherheit» nach vorne. Mit dem 0:3 ging es schliesslich zum Pausentee.

    In der zweiten Halbzeit wurde die Überlegenheit der Mümliswiler noch deutlicher. Der Ballbesitz nahm weiter zu und WIWA hatte nur noch sehr wenige Ballkontakte in der gegnerischen Hälfte. Was jedoch blieb, waren die vielen Ballverluste, teilweise durch Ungenauigkeiten, teilweise aber sicherlich auch aufgrund des schlechten Geläufs. Für das 0:4 war dann Robin Disler in der 65. Minute besorgt. Ein öffnender Pass von Innenverteidiger S. Büttler erreichte K. Widmer, welcher D. Ackermann lancierte. Dessen wunderbare Hereingabe verwertete der heranbrausende Robin Disler eiskalt. Für das 0:5 war schliesslich wieder Ryan Disler besorgt, welcher einen Assist von K. Widmer im langen Eck versorgte. Sehr viel Erwähnenswertes gab es in der Folge nicht mehr, sodass ein hochverdientes und überlegenes 0:5 für die Mümliswiler das Endresultat bedeutete.

    Der FC Mümliswil steht nun mit zwei Siegen aus zwei Meisterschaftsspielen ganz weit oben in der Tabelle. Auch das Torverhältnis von 14:1 spricht für sich. Allerdings muss man erwähnen, dass sich in den Vorrunden bereits in den vergangenen Jahren eine kleine Zweiklassengesellschaft abgezeichnet hat. Die ersten beiden Gegner sind dabei wohl eher der unteren Tabellenhälfte zuzuordnen. Gegen WIWA zeigte man sich insbesondere defensiv überragend. I. Teutschmann war dabei wahrlich nicht zu beneiden: Er erlebte heute einen mühsam langweiligen Arbeitstag. Als Nächstes treffen die Mümliswiler auswärts auf Oensingen. Dies dürfte mindestens eine der grössten Herausforderungen dieser Vorrunde werden. Besten Dank an alle, welche heute den Weg in den Kanton Bern angetreten haben. Wir würden uns freuen, euch alle am 21.09.2026 um 20:15 Uhr beim schwierigen Auswärtsspiel in Oensingen wieder begrüssen zu dürfen.

     

    Man of the Match

    Ryan Disler scheint seinen Torriecher gefunden zu haben und konnte mit seinem Doppelpack den Mümliswilern den Weg zum Sieg ebnen. Ausserdem steht er nach zwei Saisonspielen bereits bei drei Saisontoren.

     

    Die goldene Pflaume des Spiels

    Die Auszeichnung geht heute hochverdient an das Spielfeld der Wiedlisbacher. Ob Fussballplatz, Acker oder frisch eröffnetes Bike-Trail-Gelände, blieb bis zum Schlusspfiff ungeklärt. Immerhin: Alle 22 Spieler verliessen den Platz offenbar ohne Kreuzbandriss!

     

    Das gab zu reden 1

    Die vielen vergebenen Torchancen von K. Widmer in den letzten beiden Spielen sorgen in der Mannschaftskabine bereits für reichlich Gesprächsstoff. Langsam werden Erinnerungen an FCB-Kultfigur Massimo Ceccaroni wach, der in über 300 NLA-Spielen ohne Tor blieb. Unvergessen sein verschossener Elfmeter gegen GC, zu dem ihn die Fans aufforderten, weil sie ihm endlich sein erstes Tor gönnen wollten. Sollte es bei K. Widmer so weitergehen, dürfte beim FCM demnächst ebenfalls über einen Penalty als Entwicklungshilfe diskutiert werden.

     

    Das gab zu reden 2

    Für die nächsten beiden Spiele müssen die treuen Leser leider ganz stark sein: Der Schreiberling weilt in den Ferien. Tore, Eigentore und sonstige Peinlichkeiten können somit leider nur live vor Ort bestaunt werden. Ein Matchbesuch wird daher dringend empfohlen.

     

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