Pechvögel beim FCM: Interview mit Silvan Reinhardt
Der Fussball birgt neben vielen schönen Seiten auch das Verletzungsrisiko. In der vergangenen Vorrunde traf die Verletzungshexe leider auch vier Spieler unseres Vereins ziemlich schwer. Wir möchten Ihnen auch diese Schattenseite unseres Sports etwas näher bringen, indem wir mit unseren vier Pechvögeln ein Interview machten und ihre Antworten nun veröffentlichen. Lesen Sie nun das Gespräch mit Silvan Reinhardt.
Web-Team: Stelle Dich doch bitte kurz vor!
Ich heisse Silvan Reinhardt und bin 25-jährig. Meine Schulzeit verbrachte ich in Balsthal. Nach der obligatorischen Schulzeit absolvierte ich bei der Firma Bürgisser AG in Oensingen eine vierjährige Lehre als Schreiner. Vor zwei Jahren nahm ich eine Anstellung bei der Firma Glaeser AG in Mümliswil an. Seit vier Jahren wohne ich in Mümliswil. Vorerst hatte ich ein Studio bei meiner Schwester Janina am Sonnenrain, nun bewohne ich eine Dachwohnung bei Alice Baschung an der Hauptstrasse.
In der Freizeit spiele ich Fussball und im Sommerhalbjahr ab und zu Tennis. Mein Lieblingspartner ist Fabian Bloch, denn wir haben beide etwa das gleiche Niveau, das verspricht jeweils spannende Spiele. Ein grosses Hobby von mir ist auch das Fischen.
Web-Team: Wie war Dein fussballerischer Werdegang?
Als Kindergärtner begann ich beim FC Härkingen mit Fussballspielen, weil ich den Trainer gut kannte. Weil der Weg ins Gäu mit der Zeit zu weit wurde, spielte ich danach ein Jahr bei den F-Junioren des FC Klus Balsthal. Mein Schulkollege Fabian Bloch und meine Cousins (die Brüder Eggenschwiler aus Ramiswil) lotsten mich danach zum FC Mümliswil. Bei den F-Junioren hatte ich Mathias Mengisen als Trainer. Später durchlief ich alle Altersklassen bis zu den B-Junioren. Meine Trainer waren George Ackermann, Urs Ackermann, José Fet, Tobias Schmid und Stefan Balsiger. In der zweiten Mannschaft hatte ich Kurt Scacchi, José Fet, Adrian Meier und nun Marius Ackermann als Teamchef.
Web-Team: Wie kam es zu Deiner Verletzung?
Ich leide momentan an zwei langwierigen Verletzungen. Im Januar verdrehte ich mir den rechten Fuss beim Eishockey-Plauschmatch im Trainingsweekend in Engelberg. Nachdem ich den Rückrundenstart deshalb verpasste, zog ich mir beim zweiten Einsatz anfangs Mai in Trimbach am linken Knie eine Verletzung zu. Seither konnte ich nicht mehr spielen. Wahrscheinlich habe ich zu früh wieder begonnen. Ich hätte meine Fussverletzung länger pflegen müssen und danach intensiver Muskelaufbau-Übungen machen sollen.
Web-Team: Was hast Du genau?
Am rechten Fuss habe ich durch den Unfall auf der Engelberger Eisbahn einen Knorpelschaden. Die Schnittwunde und die Prellung am linken Knie verheilten zwar rasch, doch der angerissene Meniskus aus dem Trimbach-Match bedingte eine längere Pause und Pflege. Hinzu kam im Herbst noch ein Arbeitsunfall, bei dem ich mir eine längere Schnittwunde an der Hand zuzog.
Web-Team: Wie war die Operation?
Die beiden Schnittwunden mussten genäht werden. Ansonsten möchten die Ärzte vorerst nicht operieren. Durch Physiotherapie sollen der rechte Fuss und das linke Knie derart gestärkt werden, dass ich wieder beschwerdefrei Sport treiben kann.
Web-Team: Wie sieht Dein Rehabilitationsplan aus?
Ich war eben drei Wochen im Militärdienst, weshalb da ein Unterbruch eintrat. Ab Neujahr habe ich einmal pro Woche Physiotherapie bei Andrea Häusermann in Balsthal. Zudem werde ich mit dem privaten Aufbautraining vor allem für die beiden verletzten Körperteile weiterfahren. Sobald ich beschwerdefrei bin, kann ich wieder mit Lauf- und Balltraining beginnen.
Web-Team: Welche schönen Fussball-Erinnerungen hast Du?
In meiner Juniorenzeit durfte ich zweimal an einem Cupfinal teilnehmen. 2002 spielten wir in Deitingen als Mümliswil D unter Trainer George Ackermann gegen den FC Solothurn. Nach der regulären Spielzeit stand es 2 : 2. Also musste das Penaltyschiessen entscheiden. Unseren sechsten Strafstoss hielt der Solothurner Schlussmann, währenddem ihr Penaltyschütze traf, eine äusserst schmerzliche 7 : 8 Niederlage war Tatsache.
2 Stimmen vom Spiel aus dem FC M - Spitzkick 1/2003:
Silvan Reinhardt: Den Match in Deitingen fand ich speziell aufregend, weil zwei etwa gleich starke Mannschaften aufeinander trafen, und weil eben ein Cupfinal etwas Besonderes ist.
Raphael Koch (D-Junior FC Solothurn, heute FC Zürich): Es war ein schweres Spiel, aber wir konnten es für uns entscheiden.
Zwei Jahre später stand ich dann mit der Gruppierungsmannschaft Klus Balsthal C wieder gegen den gleichen Gegner im Endspiel. Diesmal war die Partie rasch entschieden und wir verloren letztlich klar mit 2 : 6 Toren. Obwohl wir beide Male als Verlierer vom Platz mussten, denke ich gerne an die einmalige Cupfinalstimmung mit den vielen Zuschauern zurück.
Aus meiner bisherigen Aktivzeit sind die drei Aufstiege die besonderen Höhepunkte. In der Saison 2007/2008 schaffte ich zusammen mit meinen Kollegen der 2. Mannschaft unter der Führung von José Fet als Gruppensieger den Aufstieg von der 5. in die 4. Liga. Nach zwei Jahren Viertliga stiegen wir im Sommer 2010 als Gruppenzweiter hinter Wangen a/A mit Adrian Meier aus Kestenholz in die dritte Liga auf. Nach dem sofortigen Abstieg schafften wir diesen Sommer unter der Führung von Marius Ackermann als Gruppensieger noch einmal den Sprung in die dritte Liga.
„In der Kürze liegt die Würze“
Mein Lieblingsverein ist… keiner! Ich verfolge den nationalen und internationalen Fussball eigentlich kaum. Ich spiele lieber selber Fussball.
Schweizer Fussballmeister 2015 wird… der FC Basel.
Die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien war… für die Schweiz erfolgreich. Schade, dass es im Achtelsfinal gegen Argentinien knapp nicht reichte.
Der FC Mümliswil ist… ist ein guter Verein. Viele meiner besten Kollegen spielen beim FCM und der Zusammenhang beim FCM ist sehr gut.
Silvan, ganz herzlichen Dank für das Interview. Wir wünschen Dir viel Geduld bei der Rehabilitation und rasche und vollständige Heilung!












