
Senioren: Dank Heimsieg zur Finalissima
Nach einer längeren Spielpause, aber mit dem Stüblifest noch in den Knochen (und in der Leber), empfing man am gewittrigen Mittwochabend den FC Wolfwil. Die Wolfwiler hatte man in der Vorrunde bereits bezwungen. Dies war auch an diesem Fussballabend unter Flutlicht das Ziel. Vor dem Spiel war klar: Holt man drei Punkte, kommt es am letzten Spieltag zum Showdown in Rüttenen im Kampf um den Meisterkübel.
Oft hatten die Mümliswiler zu Beginn Mühe, ins Spiel zu finden. Heute war das aber nicht der Fall. Die Heimherren liessen Ball und Gegner gekonnt laufen und erspielten sich immer wieder gute Chancen. Einmal war es F. Gradwohl, der am Aluminium scheiterte, ein anderes Mal K. Widmer, der von der Strafraumgrenze am eigenen Unvermögen scheiterte. Auch weitere Mümliswiler Chancen konnten nicht verwertet werden. Ab der 25. Minute änderte sich das Spielgeschehen etwas. Die Mümliswiler bauten stark ab, und die Wolfwiler wurden ihrerseits stärker. In der 35. Minute waren es dann aber doch die Mümliswiler, die das Skore eröffnen konnten. F. Gradwohl bekam im Strafraum das Spielgerät zugespielt. In abgeklärtester Stürmermanier zog er nicht direkt ab, sondern liess den Gegner mit einer Finte ins Leere laufen und verwertete den Ball dann eiskalt im Netz. Nur eine Zeigerumdrehung später folgte der unmittelbare Rückschlag: Ein flach getretener Schuss aus der zweiten Reihe fand den Weg ins Mümliswiler Netz – somit ging es mit einem 1:1-Unentschieden in die Pause.
In der Halbzeitpause war den Mümliswilern die Unzufriedenheit deutlich anzumerken. Vielen Spielern lief es nicht wie gewünscht, trotzdem wollte man in der zweiten Halbzeit nochmals Vollgas geben und die drei Punkte eintüten. Tatsächlich konnten sich die Hausherren wieder etwas steigern, liessen allerdings erneut einige gute Chancen aus. Unter anderem scheiterte A. Ackermann mit einem Schuss am Gebälk. Aber auch die Wöfle kamen zu Chancen, so war es der heutige Torhüter J. Eggenschwiler, der im 1:1 stark parieren konnte und den Rückstand verhinderte. In der 60. Minute konnte F. Gradwohl nur mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwertete R. Disler wie gewohnt souverän. Drei Minuten später trat F. Gradwohl einen Eckball. In Shaqiri-Manier zirkelte er den Ball auf den aufgerückten Abwehrbolzen F. Bloch, der in seinem letzten Saisonspiel zum 3:1 einköpfeln konnte. Der Tropf war endgültig gelutscht, als M. Müller – wie zu seinen besten Zeiten – zum 4:1 einnetzen konnte. Natürlich durfte anschliessend auch sein altbekannter Jubel mit ausgestrecktem Zeigefinger nicht fehlen. In der Zwischenzeit konnte sich nochmals J. Eggenschwiler auszeichnen, der I. Teutschmann stark vertrat.
Ein Sieg, der die Mümliswiler träumen lässt. Mit den gewonnenen drei Punkten liegen sie vor dem letzten Saisonspiel punktgleich mit dem FC Rüttenen an der Tabellenspitze. Wie es der Zufall (oder Fussballgott Fortuna?) so wollte, treffen genau diese beiden Altherrenmannschaften im letzten Spiel aufeinander. Ein Endspiel um den Pott also – oder um es im Fussballjargon zu sagen: Finalissima! Was zusätzlich motiviert: Mit einem Sieg könnte man sich nicht nur die beste Seniorenmannschaft des Kantons nennen, sondern wäre auch für den Schweizer Cup qualifiziert, was ebenfalls nicht alltäglich ist. Die Ausgangslage ist ziemlich klar: Rüttenen hat weniger Strafpunkte und das deutlich bessere Torverhältnis. Es muss also ein Sieg her, um den Titel zu holen. Vielen Dank an die zahlreichen Zuschauer bei diesem wichtigen Heimspiel. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns beim Endspiel am 13.06.2025 um 20:00 Uhr in Rüttenen noch einmal unterstützen würdet!
Man of the Match
Fabio Gradwohl hat heute dem Spiel den Stempel aufgedrückt. Das wichtige 1:0 erzielt, den Elfmeter rausgeholt und einen perfekt getretenen Eckball. Mit ein wenig Glück, wäre beim Lattentreffer noch ein weitere Treffer dazu gekommen.
Das gab zu reden 1
Vielen Dank den Aushilfen Sebastian Gisler und Robert Kawka.
Das gab zu reden 2
Heute wurde auf dem Brühl Geschichte geschrieben: M. Müller ist der erste Senior der Mümliswiler Geschichte, welcher in der Hinrunde mehr gelbe Karten als Trainings und in der Rückrunde mehr Tore als Trainings auf dem Konto vorzuweisen hat.
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