
Senioren: MEISTER!
Die Senioren des FC Mümliswil krönen sich nach einer meisterlichen Darbietung in der alles entscheidenden Finalissima zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zum Kantonsmeister!
Wer eine ausgeglichene Partie erwartete oder die Seniorenverbindung Rüttenen/Lommiswil als Favorit sah, wurde heute eines Besseren belehrt. Die sehr dominanten Mümliswiler verdienten sich den Sieg mit einer herausragenden Leistung. Somit hat man nicht nur den vielumjubelten Pokal erhalten, sondern sich auch für den Schweizer Cup der nächsten Saison qualifiziert! Doch trotz aller Euphorie – nochmals alles der Reihe nach...
Es war bereits auf dem Weg von der Garderobe zum Fussballplatz klar, dass heute kein gewöhnliches «Altherren-Fussballspiel» stattfinden würde.
Es war eine Affiche, von der wohl nur noch wenige Senioren zu träumen gewagt hatten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den FC Rüttenen, der dieser Finalissima einen mehr als würdigen Rahmen bot. Die Ausgangslage war klar: Die Guldentaler benötigten einen Sieg, um sich den Meistertitel zu sichern. Den Rüttenern hingegen reichte aufgrund des besseren Torverhältnisses und weniger Strafpunkten ein Unentschieden. Beim Einspielen auf dem kleinen, aber qualitativ hervorragend präparierten Platz war den Mümliswilern anzusehen, dass an diesem sommerlichen Freitagabend kein normales Spiel bevorstand. Einzig Trainer Marius Ackermann wirkte wie immer engagiert und bis unter die Haarspitzen motiviert, wie man es sich von ihm gewohnt ist. Bei ihm gibt es keinen Unterschied zwischen Endspiel oder Testepiel auf der Alp. Erfreulich aus Mümliswiler Sicht: Für einmal stand fast der gesamte Kader zur Verfügung, das Matchblatt war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die Partie begann stark. Die Mümliswiler starteten ballsicher und abgeklärt. Fast jeder Angriff wurde zielstrebig nach vorne getragen und gut ausgespielt. Ging der Ball einmal doch verloren, wurde er durch aggressives Zweikampfverhalten sofort zurückerobert. Die erste Riesenchance hatte der frischvermählte Mümliswiler Stürmer F. Gradwohl: In der Anfangsphase stand er plötzlich freistehend im Strafraum, sein technisch sauberer Abschluss verfehlte das Ziel jedoch knapp. In der 18. Minute machte er es besser, erneut in der Box bekam er den Ball und hämmerte ihn unhaltbar ins Netz. Der vielumjubelte Führungstreffer zum 1:0 war hochverdient. Auch danach spielte praktisch nur Mümliswil. Einige aussichtsreiche Vorstösse wurden nicht konsequent zu Ende gespielt und auch die Abschlüsse liessen die letzte Präzision vermissen – das war der einzige Kritikpunkt an der ersten Halbzeit. Goalie I. Teutschmann hatte hingegen kaum etwas zu tun; Rüttenen kam lediglich zu ein, zwei Halbchancen, bei denen er nicht eingreifen musste.
Trotz gelegentlicher Ansätze der Heimmannschaft waren die Mümliswiler so präsent und zweikampfstark, dass die Pausenführung absolut verdient, in der Höhe aber zu knapp war.
Auch in der zweiten Halbzeit dominierte Mümliswil. Nach einem frühen Eckball hatte man gleich mehrere aufeinanderfolgende Abschlüsse, die jedoch alle knapp nicht im Tor landeten. Man hätte fast sagen müssen: «Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten.» Das war in jenem Moment der einzige Hoffnungsschimmer für die Rüttener. In der 47. Minute war es dann erneut Ex-Goalie und Topscorer F. Gradwohl, der einnetzen konnte. Der Gegner servierte ihm den Ball regelrecht auf dem Silbertablett, das liess sich der formstarke Mümliswiler natürlich nicht nehmen. In der Folge wurde die Überlegenheit etwas geringer, Mümliswil blieb aber gefährlicher und vergab weitere gute Chancen, ohne hinten je wirklich in Gefahr zu geraten. Die grösste Möglichkeit hatte der eingewechselte Ryan Disler, der mit seinem ersten Ballkontakt beinahe zum 3:0 traf, der Torhüter konnte das Leder jedoch gerade noch um den Pfosten lenken. In der 68. Minute dann der Anschlusstreffer für das Heimteam, mehr oder weniger aus dem Nichts.
Ein strammer Schuss des Rüttener Stürmers, lange verdeckt und unglücklich aufspringend, fand den Weg ins Tor. Plötzlich wurde es auf dem wunderschönen Galmis doch nochmals unnötig spannend. Doch die Mümliswiler blieben ruhig, konzentriert und zweikampfstark. Auch die Einwechselspieler fügten sich nahtlos ins Gefüge ein. Das Spiel wurde nun etwas hitziger (aber immer fair), immer wieder kam es zu Unterbrüchen, weshalb der Schiedsrichter fünf Minuten Nachspielzeit anzeigte. Zwei dieser Minuten waren bereits gespielt, als sich Neo-Senior Adi Kamber ein Herz fasste und aus rund 20 Metern mit seinem schwächeren linken Fuss den Ball unhaltbar ins lange Eck zirkelte! 1:3 für Mümliswil – gleichbedeutend mit dem Schlussresultat und dem Gewinn der Meisterschaft!
Die Freude war grenzenlos.
Den Mümliswilern war nach dem Schlusspfiff die Erleichterung und der Stolz ins Gesicht geschrieben. Man hatte dem bisher ungeschlagenen Team aus Rüttenen mit einer überzeugenden und überlegenen Leistung die erste Niederlage in der Meistergruppe zugefügt und sich so verdient den ersten Meistertitel in der Seniorengeschichte des FC Mümliswil gesichert. Auch die anschliessende Feier war meisterlich. Mehr dazu weiter unten…
Unglaublich, wie viele Guldentaler (und Rosières) uns an diesem Abend die Ehre erwiesen haben.
Vielen Dank an alle Zuschauerinnen und Zuschauer für die grossartige Unterstützung – an dieser Finalissima und während der gesamten Saison!
Man of the Match
Die gesamte Mannschaft inklusive Staff! Vielen Dank an alle, die diese Saison unvergesslich gemacht haben. 14 Meisterschaftsspiele, daraus 12 Siege, 1 Unentschieden und nur 1 Niederlage. Auch die geschossenen 47 Tore bei nur 17 Gegentoren stechen heraus. Diese Werte schafft man nur mit einer mehr als intakten Mannschaft, die über eine ganze Saison hinweg funktioniert und am gleichen Strang zieht. Dazu gehören auch die Spieler von der "Vorrunde", welche in der Rückrunde aufgrund von Verletzungen oder ähnliches weniger zum Zug kamen, jedoch im Herbst dafür sorgten, dass wir überhaupt in der Meistergruppe um den Titel mitkämpfen konnten! MERCI AN ALLE!
Das gab zu reden 1
Vielen Dank den Aushilfen Silvan Nussbaumer, Adrian Kamber und David Kohler!
Das gab zu reden 2
Mindestens so überragend wie der Auftritt der Mannschaft waren dann die anschliessenden Feierlichkeiten. Hervorzuheben ist ein Trunkenbold. Den bekannten Ballermannhit "Wo war ich in der Nacht von Freitag auf Montag" muss Peter Wackel damals wohl unbewusst genau für dieses Wochendende für diesen Trunkenbold (Name der Redaktion bekannt) geschrieben haben. Auf zu viele Details können wir aus Datenschutzgründen zwar nicht eingehen. Es machte jedoch bereits am Samstag im Raum Solothurn die Runde, dass er sich nach der Meisterfeier nur ca. 30 Minuten Schlaf gönnte und dann am Samstag auf Sonntag wieder bis in die frühen Morgenstunden durchzog. Man bedenke, dass er dabei jeweils nicht nur passiv dabei ist, sondern rund um die Uhr aktiv auf der Suche nach unbemannten Bieren oder ähnlichen Köstlichkeiten ist und dann esikalt zuschnappt. CHAPEAU, eine äusserst beeindruckende Leistung, wenn man doch bedenkt, dass er bereits zu den älteren Eisen des Teams gehört und die ersten 10 Biere jeweils ein wenig harzen!
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Die Mannschaftsaustellung wird heute absichtlich nicht aufgeschaltet - Der Titel gehört dem ganzen Kader inklusive Staff!













