
Senioren: Endstation Halbfinale
Erst kürzlich konnten sich die Guldentaler mit einer fast makellosen Vorrunde die Herbstmeisterschaft und damit die Qualifikation für die Meistergruppe sichern. Die Freude darüber war jedoch nicht überschwänglich, da nach dem Meistertitel in der letzten Saison in diesem Jahr der Cupfinal das klare Ziel war. Mit dem FC Härkingen stand allerdings einer der grössten, wenn nicht der grösste Brocken im Solothurner Cup auf der gegnerischen Seite. Zwar konnte man die Gäuer in der letzten Saison in der Meistergruppe schlagen, doch allen war bewusst, dass heute ein noch stärkeres Härkingen auf dem Platz stehen würde, da sie sich im Cup immer wieder mit Spielern aus ihren hervorragenden Aktivmannschaften verstärken.
Die Marschrichtung der Härkinger war rasch ersichtlich: Mit einem hohen Pressing und unglaublich viel Dampf wollten sie die spielstarken Mümliswiler gar nicht erst zum Spielaufbau kommen lassen. Darüber hinaus verstanden es die Gäuer immer wieder, das Spiel mit vielen Diskussionen zu verschleppen. Die Mümliswiler ihrerseits liessen sich vom enormen Pressing rasch verunsichern und konnten ihr Spiel von Anfang an nie wirklich aufziehen. Es fehlte komplett der Mut, trotz des hohen Pressings am Spielaufbau festzuhalten. Leider sollte dies bis zum Spielende fast ausnahmslos so bleiben. Die Zuschauer sahen ein enorm intensives und hitziges Duell, fussballerisch kamen sie jedoch nicht auf ihre Kosten. Beide Abwehrreihen standen ziemlich souverän und Torchancen waren so selten wie ein unbemanntes Bier in der Guldentaler Garderobe. Es ist jedoch zu erwähnen, dass die Härkinger mit ihrem gradlinigen Spiel, das sie den Mümliswilern aufzuzwingen vermochten, etwas besser zurechtkamen und so auch einen Funken gefährlicher wirkten, allerdings ohne wirklich Grosschancen herauszuspielen. In der 25. Minute sorgte dann ein Eckball für das 0:1 für die Gäste. Ein nicht besonders gut getretener Ball flog ziemlich flach in den Strafraum, doch der Härkinger Abwehrhüne vermochte diesen unangenehmen Ball mit seiner guten Kopfballtechnik im hinteren Eck im Netz unterzubringen. Nur sieben Minuten später konnten die Mümliswiler ausgleichen: Nach einem langen Ball setzte sich F. Gradwohl energisch gegen die Innenverteidigung und den Torhüter durch, sodass er den Ball souverän zum 1:1 einschieben konnte. Mit diesem Resultat ging es dann auch in die Pause.
Nach dem Pausentee änderte sich am Spielverlauf wenig. Weiterhin gab es keine wirklich erwähnenswerten Torchancen, die Intensität blieb jedoch hoch. Im Laufe des Spiels hatte man das Gefühl, dass eher die Mümliswiler damit zu kämpfen hatten und langsam, aber sicher, immer mehr abbauten. Die Härkinger schafften es ausgezeichnet, dem sonst so souveränen Spielaufbau der Mümliswiler komplett den Schneid abzukaufen, sodass diese, entgegen ihrer üblichen Spielweise, praktisch nur mit hohen Bällen agierten. Mit diesen Bällen konnte man vor allem in der zweiten Halbzeit gar nichts mehr anfangen. In der 77. Minute waren es dann erneut die Härkinger, die im Gegensatz zu den Mümliswilern immerhin bei Standards eine gewisse Torgefahr ausstrahlen konnten. Ein Freistoss fand den völlig blank stehenden Härkinger Stürmer am zweiten Pfosten, welcher heute mit Abstand der beste Spieler auf dem Platz war. Er liess sich auch hier nicht aus der Ruhe bringen und traf trocken ins lange Eck zur 1:2-Führung. Die Mümliswiler versuchten noch einmal, alle Kräfte zu mobilisieren. Wirklich gefährlich wurde es vor dem Härkinger Tor jedoch nicht mehr. Die Gäste brachten den Sieg über die Zeit und qualifizierten sich so einmal mehr für den Cupfinal. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute im Finale!
Nach einer hervorragenden Vorrunde kam heute die grosse Ernüchterung. Die Guldentaler konnten dem FC Härkingen praktisch nie ihr gewohntes Spiel aufzwingen. Dies lag jedoch nicht nur daran, dass es heute nicht der Tag der Truppe von Marius Ackermann war, sondern sicher auch daran, dass Härkingen den Spielaufbau der Mümliswiler praktisch komplett unterband. Diese Niederlage schmerzt extrem, man würde sie wohl nur allzu gerne gegen eine Niederlage in der Meisterschaft eintauschen, wenn dafür der Traum vom Cupfinal endlich einmal Realität werden würde. Jetzt heisst es jedoch: Mund abwischen, Beine hochlagern und den Kopf durchlüften. Im Frühling geht es in der Meistergruppe weiter – mit der Mission Titelverteidigung. Und auch wenn die Vorrunde auf dem Rasen zu Ende ist, folgt schon bald noch die Seniorenreise, bei der der eine oder andere sicherlich auch wieder etwas Gas geben wird.
Ein grosses Dankeschön geht an die Zuschauerinnen und Zuschauer: Der Auflauf auf dem Brühl war trotz des etwas garstigen Wetters eines Cuphalbfinals mehr als würdig. Wir freuen uns, in ein paar Monaten wieder mit euch anzugreifen!
Man of the Match
F. Gradwohl konnte einmal mehr seine Durchsetzungskraft und seinen Torriecher unter Beweis stellen. Ein verlässlicher Wert, der auch dann Bälle behaupten kann, wenn es für die Mannschaft einmal nicht läuft.
Das gab zu reden 1
Mit dem letzten Spiel dieser Hinrunde ging nun auch offiziell die Fussballkarriere von Marni Müller zu Ende. Marni, vielen Dank für deinen grossen Einsatz und deine zahlreichen Tore! Wir hoffen, dich auch in Zukunft das eine oder andere Mal auf dem Brühl begrüssen zu dürfen und wünschen dir für die Zukunft ein kräftiges Weidmannsheil!
Das gab zu reden 2
Der Schreiberling freut sich nun ebenfalls auf die Pause, um seinen Händen ein wenig Ruhe zu gönnen.
Nun heisst es: Hände hochlagern, drei bis vier Termine bei der Maniküre (kleine Lernstunde: Maniküre kommt vom lateinischen manus = Hand und cura = Pflege) – und dann ist auch er wieder voll motiviert und parat für den Kampf um den Meisterpokal!
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