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    FC Mümliswil

    Rücktritte: Interview mit Fabio Gradwohl

    | Martin Bürgi | Interview

    Fabio hat vor kurzem sein letztes Spiel mit der 1. Mannschaft des FC Mümliswil bestritten. Damit ging 8 Jahre nach dem Wechsel zum FCM eine lange Karriere als Torhüter zu Ende. Fabio hat somit fast die ganze Zeit des FCM in der 2. Liga entscheidend mitgestaltet. Er kann uns somit aus erster Hand einen Einblick vermitteln.

    Fabio

    Web-Team: Was muss man von Dir wissen, was die Leute noch nicht kennen?

    Fabio: Ich denke, dass ich mit meiner offenen und ehrlichen Art bereits viele Einblicke in meine Person oder mein Leben zugelassen habe. Daher gibt es wohl wenige Dinge, welche man von mir nicht kennt. Zum anderen bin ich wohl nicht die spannendste Person, um hier verrückte Geschichten auszupacken. :-)

    Wie war dein fussballerischer Werdegang?

    Fabio: Mit ca. 5 Jahren begann ich mit dem Fussball spielen. Durch die fussballerische Vergangenheit meines Vaters war unser erster Verein der FC Hägendorf. Ich durchlief dort die gesamte Juniorenabteilung. Als C- und B-Junior durfte ich in der Regio Jugendfussball Vereinigung Olten spielen. Im Anschluss begann meine Aktivkarriere in der ersten Mannschaft des FC Hägendorf. Mit 18 Jahren erhielt ich die Möglichkeit, mich in der 2. Liga dem SC Fulenbach anzuschliessen. Es war der Startschuss für eine zehnjährige 2.Liga-Karriere, in der ich die letzten acht Jahre beim FC Mümliswil verbracht habe.

    Wie kamst Du überhaupt zum Fussballspielen?

    Fabio: Früher spielte mein Vater (ebenfalls Torwart) beim FC Hägendorf und meine Mutter half im Juniorenlager mit. Somit wurde uns der Fussball quasi in die Wiege gelegt. Als mein drei Jahre älterer Bruder Nico ins Juniorenlager ging, durfte ich als kleiner Knirps ebenfalls schon dabei sein. Da habe ich früh die Freude am Fussball entdeckt.

    Wie war dein Einstieg in die 1. Mannschaft vor 8 Jahren?

    Fabio: Als ich zum FC Mümliswil gestossen bin, hatte ich schon einen gewissen Respekt. Denn der Mannschaftszusammenhalt war damals schon sehr gross und als «Fremder» plötzlich ein Teil davon zu sein, schien mir schwierig. Es gestaltete sich jedoch ganz anders. Durch die bereits vorhandene Freundschaft zu Adrian Kamber und Knuchel Thomas legte sich die Anfangsnervosität schnell und ich wurde sehr herzlich empfangen. Sofort fühlte ich mich als Teil des Teams und des Vereins. Dafür möchte ich mich nochmals bei allen Beteiligten herzlich bedanken.

    Welche schönen Erinnerungen hast Du an deine aktive Zeit als Fussballer?

    Fabio: Ich gewichte die unzähligen schönen Stunden/Feste und Momente mit meinen ehemaligen Teamkameraden mehr als sportliche Erfolge. Sicherlich war der Cupsieg mit dem SC Fulenbach im Jahr 2013 ein Highlight. Die vielen Freundschaften, die sich in all den Jahren ergeben haben, sind für mich jedoch wichtiger. Ich durfte viele tolle Menschen kennenlernen, mit denen ich noch heute mein Leben teile und zusammen in die Zukunft blicke.

    Gab es in deiner langen Karriere auch Rückschläge?

    Fabio: Sportlich gesehen war der Abstieg mit der 1. Mannschaft des FC Hägendorf in die 4. Liga der grösste Dämpfer. Gesundheitliche Rückschläge gab es zum Glück in meiner Aktivkarriere selten. Auch von langwierigen Verletzungen wurde ich glücklicherweise mehrheitlich verschont.

    An welche Mitspieler erinnerst Du dich gerne?

    Fabio: Hier gäbe es einige Personen, welche dafür in Frage kommen würden. An erster Stelle steht für mich jedoch mein Bruder Nico, mit dem ich sowohl beim FC Hägendorf, als auch beim SC Fulenbach zusammenspielen durfte. Man freute sich jeweils gegenseitig über die erbrachten Leistungen und konnte in schwierigen Momenten einander den nötigen Rückhalt bieten.

    Was machst Du jetzt mit so viel (neuer) Freizeit?

    Fabio: Zurzeit geniesse ich die Zeit mit meiner Freundin Sandra und unserem Sohn Samu, welcher im Februar zur Welt gekommen ist. Den Entschluss, als 2.Liga-Torwart die Karriere zu beenden, habe ich jedoch noch vor der Schwangerschaft meiner Freundin gefällt. Mir wurde bewusst, dass ich nicht mehr die gleiche Freude und Motivation aufbringen kann, wie noch in den vorherigen Jahren. Daher habe ich bereits im Sommer des vergangenen Jahres der Mannschaft und dem Verein mitgeteilt, dass ich meine Karriere als Torwart beende. Sportlich widme ich mich zum einen der dritten Mannschaft «sDrüüü» des FC Mümliswil, wo ich als Feldspieler meine Einsatzminuten leisten werde. Zum anderen habe ich in den letzten 2 Jahren das Tennis spielen kennen und lieben gelernt.

    Werden wir Deine Paraden wieder auf dem Fussballplatz sehen?

    Fabio: Da gibt es eine klare Antwort: Nein. Ich bin mit meiner Entscheidung, die Torwarthandschuhe an den Nagel zu hängen vollkommen eins. Da werde ich auch keine Ausnahmen machen. Vorübergehend trainiere ich die Torhüter der Aktivmannschaften, wo einige Übungen vorgezeigt werden müssen. Bei diesen Trockenübungen wird es somit auch bleiben. Was man eher sehen wird ist eine Grätsche, wenn ich dann mal im Einsatz für «sDrüüü» stehen werde. :-)

    Wie geht es mit Mümliswil 1 ohne Dich weiter?

    Fabio: Es ist eine junge talentierte Truppe, welche gespickt ist mit Routiniers. Mit dem frischen Wind, welcher Salvi als Trainer mitbringt, werden sie gemeinsam an einem Strang ziehen und sich in der 2. Liga durchsetzen können. Ganz ohne uns Zurückgetretenen müssen die Spieler nicht auskommen. Wir werden als Zuschauer die Spiele gespannt verfolgen und die Mannschaft so unterstützen.

     

     „In der Kürze liegt die Würze“

    Mein Lieblingsverein istder FC Basel 1893.

    Mümliswil 1 wird die nächste Saison auf dem 5. Rang abschliessen.

    Weltmeister 2022 wirdEngland

    Der FC Mümliswil ist der gesund strukturierte Verein, dem ich nicht nur sportlich, sondern auch privat viel zu verdanken habe.

    Fabio, ganz herzlichen Dank für das Interview. Wir wünschen Dir privat alles Gute und hoffen, Dich ab und zu wieder auf dem Fussballplatz begrüssen zu können.